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Historie

Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des St. Vincentius-Vereins Karlsruhe

Am 29. Januar 1851 beginnt die Geschichte des St.-Vincentius-Vereins Karlsruhe mit der Gründung durch zwei vorbildliche Persönlichkeiten: Amalie Baader und Kaplan Xaver Höll. Sie - eine aktive, gebildete, sozial engagierte Dame der Karlsruher Gesellschaft - und er - der von seinem christlichen Auftrag erfüllte Kaplan der Pfarrei St. Stephan - waren es, die zusammen mit Gleichgesinnten die Initiative zu einem Werk tätiger Nächstenliebe ergriffen.
Die sozial-caritativen Impulse jener Jahre, die von den Vincentius-Konferenzen des Professors an der Pariser Sorbonne Frédéric Ozanam (1813-1853) ausgingen, ließen einen Verein entstehen, der als vordringliche Aufgabe der Zeit Hilfe und Betreuung für Arme und Kranke erkannte und danach handelte.

Eine eigene Krankenanstalt ins Leben zu rufen, war der nächste Schritt. Es war ein weiter Weg von diesen Anfängen bis heute. Im folgenden seien die bedeutendsten Marksteine in der Entwicklung des St.-Vincentius-Vereins genannt:

1851
Karlsruhe, Haupt- und Residenzstadt des Großherzogtums Baden sowie Hauptstadt des Landeskommissariats und des Kreises Baden, hat 24.300 Einwohner. Für die Armenpflege ist die Stadt in 4 Bezirke eingeteilt, mit je einem Armenarzt, zwei Wundarzneidienern und zwei Armenpflegerinnen. Seit 10 Jahren kann mit der Eisenbahn die Strecke Mannheim-Basel befahren, seit dem 16. Oktober ds. J. die Strecke Mannheim-Haltingen entlang telegraphieren. Am 29. Januar erfolgt die Gründung des St.-Vincentius-Vereins Karlsruhe im Hause des Finanzrats Bernhard Baader und seiner Frau Amalie. Der Vorstand konstituiert sich aus den Damen und Herren Kammerherr von Berckheim, Schlossermeister Bartberger, Medizinaltat Dr. med. Buchegger, Geh. Ref. von Gulat, Baudirektor Heinrich Hübsch, Geh. Ref. Junghans, Archivdirektor Mone, Direktor Picot, Zahlmeister Stein, Forstdirektor Ziegler, Frau Amalie Baader, Frau Birnbacher, Frau Boisot, Frau Brenzinger, Frau Hübsch, Frau Nanette Karle, Frau Claire Kerler, Frau Limberger, Frl. Anna Cornelli, Frl.  Elise Faber. Die Oberleitung des Vereins wird Kaplan Xaver Höll übertragen. Von den Vereinsmitgliedern werden Arme und Kranke persönlich besucht und jede erforderliche Dienstleistung erfüllt. Zur Linderung der Not werden Gaben gesammelt, eine Vorratskammer für Kleider- und Sachspenden wird angelegt. Am 20.  August erhält der Verein die Genehmigung zur Errichtung eines Krankenhauses und Übergabe desselben an die Barmherzigen Schwestern des Ordens des heiligen Vinzenz v. Paul, Freiburg.

Am 15.  September Beschluss der Hohen Regierung des Mittelrheinkreises zur Zulassung der ersten Subskriptionsliste des Vereins, um eine Sammlung freiwilliger Beiträge zum Erwerb und zur Einrichtung eines Krankenhauses zu veranstalten.

Aus den Gründungsakten: "Die Mittel zur Einrichtung und ferneren Erhaltung des gedachten Krankenhauses wird der St.-Vincentius-Verein finden in seinen hierzu gemachten Ersparnissen dem, was ihm bereits eigens zu diesem Zweck übergeben wurde, und in dem Ergebnis der gegenwärtigen Sammlung freiwilliger Beiträge sowohl für die Gründung als auch für die spätere Erhaltung der Anstalt.

Der St.-Vincentius-Verein, dieses Institut als einen Zweig seines Stammes betrachtend, wird dasselbe so lange unterstützen als es Zuschüsse nötig haben wird. Deshalb wird der St.-Vincentius-Verein die Leitung des Ganzen übernehmen. Er wird sich zu dem neuen Unternehmen einen Beirat von sachverständigen Männern wählen, namentlich aus Rechtsgelehrten, Bausachverständigen und Rechnungskundigen, welche ihn mit Rat und Tat unterstützen werden ... Eine unserer medizinischen Notabilitäten hat sich mit großer Gefälligkeit als Arzt des Hauses bereiterklärt. Den Ankauf oder die Mietung eines Hauses wird der St.-Vincentius-Verein nach Gutachten des Beirats und des Arztes besorgen. Die Einrichtung desselben wird durch die Frauen des St.-Vincentius-Vereins betrieben werden."

1852
Für das Krankenhaus des Vereins wird ein Neubau "vor dem Karlsthore" geplant; dann versucht man, Haus Nr. 44 in der damals neuen Waldstraße zu mieten. Einspruch der Anlieger in beiden Fällen. Die staatliche Einführung der Barmherzigen Schwestern aus Freiburg nach Karlsruhe wird beantragt.

1853
Genehmigung des Ministeriums des Innern für das Tätigwerden der Barmherzigen Schwestern. Am 10. Dezember wird ein Mietvertrag für die Einrichtung eines Krankenhauses im Haus Nr. 31 in der Spitalstraße geschlossen. Mietdauer drei Jahre, jährliche Pacht 450 Gulden. Am 18.  Dezember sichert sich der Verein vertraglich die Übernahme des Pflegedienstes durch das Mutterhaus in Freiburg.

1854
Am 1. Januar eröffnet das erste St.-Vincentius-Krankenhaus Karlsruhe, Spitalstraße 31. Das Haus umfasst 16 Zimmer, einen fünffenstrigen Saal, der zu einer Kapelle umgebaut wurde, und ein Gärtchen. Frau Baader übernimmt die Verwaltung und die Wirtschaftsgeschäfte, beteiligt sich an Krankenpflege und persönlicher Betreuung der Kranken. Die verantwortliche Pflege ist zwei Barmherzigen Schwestern aus Freiburg anvertraut. Man wirtschaftet sehr haushälterisch mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Hauspersonalkosten betragen entsprechend dem Lohnniveau der Zeit 9 Gulden im Quartal für die Magd des Hauses Apollonia Walter und 12 Gulden für den Knecht Leonhard Spitz im gleichen Zeitraum. Am 1. Mai kommt wegen der hohen Inanspruchnahme des Krankenhauses eine dritte Schwester hinzu. Verantwortliche Leitung nach ärztlicher Anweisung hat Schwester Oberin Marie Prospère. Bis Ende des Jahres werden 74 Kranke aufgenommen.

Am 12. April erwirbt der Verein 3/4 Morgen Ackerland als Baugelände für das nur zurückgestellte Neubauprojekt am Beiertheimer Viehtriebweg. Baudirektor H. Hübsch erarbeitet Kostenvoranschlag und Bauplan. Man braucht eine Summe von 32.000 Gulden. Bemühungen um Bauerlaubnis laufen an.

1855
Antrag auf Bauerlaubnis für den Neubau eines Kranken- und Pfründnerhauses an der Karl-/ Kriegsstraße. Mit dem erworbenen Grundstück endet die Karlstraße, von dort führt ein Wiesenweg weiter nach Beiertheim. Das Gesuch wird bearbeitet vom Landratsamt Karlsruhe, der Regierung des Mittelrheinkreises, dem Stadtamt, der Intendanz des Großherzoglichen Hofes. Im St.-Vincentius-Krankenhaus, Spitalstraße, werden im Laufe des Jahres 159 Kranke gepflegt.

1856
In der Spitalstraße werden 251 Kranke gepflegt. Es stellt sich eine große Nachfrage nach pflegerischer Hilfeleistung - auch in den Wohnungen der Kranken - sowie für nicht bettlägerige Kranke ein.

1857
Der Verein mietet in der Rüppurrer Straße das Haus Nr. 43 und betreibt dort die erste ambulante Krankenpflegestation in Karlsruhe. Durch die Ordensregeln der Barmherzigen Schwestern beschränken diese ihren Pflegedienst auf das Haus. Dafür beginnen Niederbronner Schwestern kranke Bürger in den Wohnungen zu pflegen. Die Bauakten des Vereins füllen bereits vier dicke "Faszikel". Am 1. Juli erhält der Großherzog von Baden ein Gnadengesuch des Vereins wegen Bauerlaubnis für das Krankenhausprojekt in der Nähe des Schlosses des Prinzregenten, Ecke Karl-/Kriegsstraße. Am 22.Juli meldet der Karlsruher Anzeiger:

"Nachdem die bis jetzt abschwebenden Schwierigkeiten wegen Erbauung eines Hauses für den St.-Vincentius-Verein neben dem Waisenhaus von allerhöchstem Ort beseitigt worden sind, hat das Großherzogliche Ministerium des Inneren die polizeiliche Bauerlaubnis gegeben." Am 17. Juli erfolgt die ministerielle Zulassung der Schwestern aus der Kongregation von Niederbronn.

1859
Die Planungsarbeiten für das Krankenhaus Karl-/Kriegsstraße durch Baudirektor Hübsch gehen ihrem Ende entgegen.

1860
Der Verein nimmt eine Anleihe von 10.000 Gulden auf. Der Bau des Krankenhauses wird im März begonnen und zügig durchgeführt.

1861
Am 28. August wird das fertiggestellte St.-Vincentius-Krankenhaus Karl-/Kriegsstraße bezogen. Die Krankenpflege übernehmen zwölf Niederbronner Schwestern mit ihrer Schwester Oberin Franziska.

1864
Im Sommer können zusätzliche Krankenhausräume in Betrieb genommen werden. Am 24.  Oktober wird die Kapelle geweiht. Predigttext: Caritas aedeficat - die Liebe baut auf.

1866
Die Kongregation der Schwestern vom Allerheiligsten Heiland aus Niederbronn im Elsass erhält die päpstliche Approbation.

1870/71
Karlsruhe hat 36.582 Einwohner. Das St.-Vincentius-Krankenhaus wird Reservelazarett. 164 Soldaten des deutsch-französischen Krieges werden gepflegt.

1872
In der Kapelle des St.-Vincentius-Krankenhauses werden Bildwerke von Karl Steinhäuser, Professor an der Kunstschule Karlsruhe, aufgestellt, die der Künstler dem Verein stiftet.

1876
Am 1. Januar wird gemäß gesetzlicher Regelung die Buchhaltung von Verein und Krankenhaus, wie überall im Reich, auf Mark umgestellt.

1877
Nach 26-jährigem Vorsitz der Frauenvinzenzvereine gibt Frau Amalie Baader das Amt ab. Frau Dr. Elise Junghans übernimmt den Vorsitz und wird ihn 21 Jahre lang innehaben.

1878
Der Verein wird Erbe des Vermögens von Frau Amalie Baader, die im Oktober 72jährig verstirbt.

1879
Kaplan Höll stirbt und verfügt bezüglich seiner Hinterlassenschaft gleichfalls zugunsten des Vereins.

1880
Karlsruhe hat 49.301 Einwohner. Der Verein besitzt 20 tätige und 30 zahlende Mitglieder, deren Zahl sich nun auf 1.519 passive Mitglieder erhöht. Die Aufgaben bestehen nach wie vor in der persönlichen Betreuung und Unterstützung armer Familien. Vorbild in dieser Arbeit ist Vorstandsmitglied Albert Fink, Glasgraveur von Beruf, der seine Werkstatt in der Herrenstraße 56 hat. Albert Fink ist zugleich Vorsitzender des Männervinzenzvereins.

1882
Der St.-Vincentius-Verein Karlsruhe wird in den Generalrat der Vincentiuskonferenzen Paris aufgenommen.

1891
Am 1. August erhält der Verein den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Staatsministerielle Entschließung über Bewilligung des Korporationsrechtes des St.-Vincentius-Vereins ist ein Markstein in seiner Entwicklung. Jetzt erst kann der Besitz auch rechtliches Eigentum sein und der Verein entsprechende Rechtsgeschäfte vollziehen. 

1892
Das Krankenhaus Kriegsstraße gliedert Abteilungen für Augen- und Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten an, deren ärztliche Leiter Dr. Th. Gelpke und Dr. Kahsnitz sind.

Für die stetig wachsende Patientenzahl genügen die zur Verfügung stehenden Räume nicht mehr. Im Herbst wird deshalb eine ambulante Krankenstation in der Kronenstraße mit acht Schwestern unter der Leitung von Schwester Oberin Smaragda eingerichtet.

1895
Am 14. Januar beschließt der Vereinsvorstand den Neubau eines zweiten Krankenhauses. Am Südende der Stadt kann ein Gelände von 1 Hektar und 95 Ar zu annehmbarem Preis erworben werden. Die bisherigen Eigentümer kommen dem Verein entgegen-, die Gemeinde Beiertheim tritt für das Vorhaben rund 10 Hektar an die Gemarkung Karlsruhe ab, wofür sie 500 Mark erhält.

Dr. med. Ruppert, seit 1887 Mitglied des Krankhaus-Ärztekollegiums, unternimmt eine Studienreise zu nord- und mitteldeutschen Krankenhäusern, um verschiedene Grund-Konzeptionen für den Neubau zu prüfen. Er rät aus ökonomischen Gründen davon ab, das vorgeschlagene Pavillonsystem zu wählen.

1898
Am 3. März erfolgt der erste Spatenstich. Ende des Jahres ist der Neubau bereits unter Dach.

1899
Im Laufe des Jahres wird das Krankenhaus fertig. Der Komplex umfasst einen Hauptbau an der Südend-, zwei Seitenflügel an der Boeckh- und einen Trakt für Infektionskrankheiten an der Vorholzstraße. Ein Zeitgenosse beschreibt den Eindruck: "Der wuchtige Gebäudekomplex aus rotem Sandstein hatte keine Gegenüber. Die Beiertheimer Felder breiteten sich aus und am Horizont begrenzten die Schwarzwaldberge. Die Wintersonne beleuchtete die Fassade und die schönen edlen Formen des Gebäudes, das ein großes Werk der Caritas bedeutete." 

1900
Bereits im Februar ziehen die Schwestern in das neue Krankenhaus in der Südendstraße, um an der Fertigstellung von Ausstattung und Inneneinrichtung mitzuwirken. Viele Spenden gehen ein, auch ein staatlicher Zuschuss von 25.000 Mark. Am 9. Mai zieht die innere Abteilung vom "alten" Haus Kriegsstraße ins "neue" der Südendstraße und kurz darauf auch die chirurgische Abteilung. Im neuen Krankenhaus stehen 150 Betten zur Krankenpflege zur Verfügung. Dreißig Ordensschwestern aus Niederbronn übernehmen die Führung. Um einen ständigen Bereitschaftsdienst zu gewährleisten, erhalten zwei Assistenzärzte hier Wohnung. Auch eine Apotheke ist jetzt vorhanden. Seine festliche Weihe erhält das Haus am 13. Mai. Ein großer Bazar erbringt zugunsten des neuen St.-Vincentius-Krankenhauses einen Reinerlös von 30.000 Mark. Die Gestehungskosten pro Krankenbett betragen 4.000 Mark. Der Vorstand des Vereins beschließt, in den nun verfügbaren Räumen des "Alten Hauses" eine Augenheilanstalt zu eröffnen und bauliche Veränderungen für diesen Zweck in Auftrag zu geben. Die Statistik des "Neuen Hauses" verzeichnet bis Jahresende 1.038 stationäre Patienten mit 28.722 Pflegetagen.

1901
Zur Erinnerung an das 50. Stiftungsfest des St. Vincentius-Vereins Karlsruhe verfasst Freifrau Emma Teuffel von Birkensee, Vorsitzende der Frauenvinzenzvereine, eine 33seitige Chronik. Am 15.  September Eröffnung der Augenheilanstalt im "Alten Haus" unter Chefarzt Dr. med. Gelpke, der seit 1892 im Hause tätig ist. Die Klinik verfügt über 32 Betten. Darüber hinaus wird ebenfalls eine selbständige Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde unter Chefarzt Dr. Kahsnitz in Betrieb genommen.

1907
Das Ministerium des Inneren genehmigt am 3. Juni neue Satzungen für den St.-Vincentius-Verein. Unveränderte Zielsetzung ist die Kranken- und Armenpflege. Der Verein hat aktive und passive Mitglieder. Die Vereinsangelegenheiten besorgen Vorsitzender, Vorstand, Mitgliederversammlung und Geschäftsleitung. Die Oberinnen der beiden Krankenhäuser sind Mitglieder der Geschäftsleitung.Nicht weniger als 52 aktive Mitglieder des St. Vincentius-Vereins melden sich als ehrenamtliche Armenpflegerinnen, als die Stadt Karlsruhe dazu aufruft.
Im Neuen St.-Vincentius-Krankenhaus werden im laufenden Jahr über 2.000 stationäre Patienten behandelt.

1908
Das Neue St.-Vincentius-Krankenhaus Südendstraße beschäftigt jetzt bereits zwei Chefärzte, drei Assistenzärzte, vierzig Schwestern, zwei Heilgehilfen und achtzehn Hausgehilfinnen.

1915
Der Vorstand des St.-Vincentius-Vereins verfügt, dass das alte St.-Vincentius-Krankenhaus künftig nur noch als Spezialkrankenanstalt für Verletzungen oder Erkrankungen genutzt werden darf, die der Behandlung in den beiden Abteilungen für Hals-Nasen-Ohren- und für Augenheilkunde bedürfen.

1928
Umfassende bauliche Veränderungen sind im Klinikum Südendstr. 32 seit dem Jahr 1900 notwendig geworden; zusätzlicher Raum wird durch Aufstockung und Umbauten geschaffen.

1929
Im alten St.-Vincentius-Krankenhaus beträgt der Bettenbestand 110. Es werden 20.241 Pflegetage geleistet und 11.767 ambulante Leistungen erbracht. Das neue Krankenhaus in der Südendstraße hat seinen Bettenbestand auf 249 erhöht und versorgt 3.433 stationäre Patienten an 72.022 Pflegetagen. 1.749 Operationen werden in diesem Jahr durchgeführt. Die Wirtschaftsausgaben für beide Häuser belaufen sich auf 620.609 Mark. Die Kapelle im alten Krankenhaus wird renoviert.

1933
Am 14. März wird gegen den Einspruch der Geschäftsführung des St.-Vincentius-Vereins unter Bewachung von uniformierten SA-Männern die Hakenkreuzflagge auf dem Krankenhaus Südendstr. 32 gehisst. Die Vorstandssitzung vom 28. September bestätigt offiziell, dass der Verein nicht unter das "fünfte Gesetz der Gleichschaltung" im Lande Baden falle, weil der St.-Vincentius-Verein religiösen Zwecken diene.

1940 - 1950
Die vierziger- und fünfziger Jahre waren geprägt durch den weiteren Ausbau und die Entwicklung der beiden großen Krankenanstalten in der Karl- und Südendstraße.

1951
Am 29. Januar  feierte der St.-Vincentius-Vereins sein 100jähriges Stiftungsfest. Das St.-Vincentius-Krankenhaus an der Karlstraße wird als Fachklinikum für Augen-, Hals-Nasen- Ohren-Heilkunde und Orthopädie mit insgesamt 200 Betten eröffnet. Zur Verfügung stehen 80 Betten für die Augenklinik, 60 Betten für die HNO-Klinik und 60 Betten für die Orthopädische Klinik. Das Krankenhaus beschäftigt 15 Ärzte, 35 Ordensschwestern und 32 Hausgehilfinnen.
Das neue Krankenhaus in der Südendstraße beschäftigt 22 Ärzte, 72 Schwestern, 6 Pflegerinnen, 43 Schülerinnen, 4 Krankenpfleger, 4 Bürokräfte, 14 Haushandwerker und 49 Hausgehilfinnen.
Im ehemaligen Luftschutzkeller des Krankenhauses Südendstraße wird als Erinnerungsstätte eine Krypta geschaffen.

1958
Großbaumaßnahmen im Krankenhaus Südendstraße. Es entstehen die chirurgische OP-Abteilung, ein fünfgeschossiges Wohnheim für Ordensschwestern, eine siebengeschossige Klinik für die Gynäkologie/Geburtshilfe.

1959
Der 4. Februar ist Einweihungstag für die neue Kapelle des Krankenhauses Südendstraße. Erzbischof Dr. Hermann Schäufele weiht die Neubauten in Anwesenheit hoher Festgäste ein. Noch im Bau befinden sich Wirtschaftsgebäude und der Küchentrakt. Der Bettenbestand hat sich auf 500 erhöht. 375 Mitarbeiter wirken hier im Dienst der Kranken.

1961
Am 1. Januar 1961 wird Frau Sophie Neumann Vorsitzende der Frauen-Vincentius-Konferenz von St. Stephan.

1966
Der Vorstand des St.-Vincentius-Vereins beauftragt am 30. Juni die Architektengemeinschaft Dipl. Ing. Gaiser und Dipl. Ing. Kapuste mit dem Entwurf eines Krankenhausneubaus für die Fachkliniken für Augen, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Orthopädie. Das Krankenhaus an der Kriegsstraße ist den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen; die Lärmbelästigungen durch die Hauptverkehrsstraßen Karl- und Kriegsstraße sind unerträglich geworden. Das Gelände im Beiertheimerfeld - in der Nähe des Krankenhauses Südendstraße - wird erworben. Es liegt in der Steinhäuserstr. 18 und umfasst 36.100 m² (nach Umlegung und Abtretung der Straßenflächen).

1969
In der Nachfolge des verstorbenen Prälaten, Herrn Prof. K.J. Fluck, wird der geistliche Rat und Stadtpfarrer Friedrich Ohlhäuser am 5. Mai 1969 zum neuen Vorsitzenden des St.-Vincentius-Vereins gewählt. Seine erste Amtshandlung an diesem Tag ist der Spatenstich auf dem Baugelände des Beiertheimer Feldes für den Neubau des Klinikums Steinhäusersr. 18.  Die Grundsteinlegung erfolgt am 19. Juli.Im Krankenhaus Südendstraße wird im November die Aufstockung des Wirtschaftsgebäudes entlang der Vorholzstraße abgeschlossen.Prof. Dr. Peter-M. Reisert wird im November Chefarzt der Medizinischen Klinik und löst damit Dr. Böger ab, der seit 1950 Stelleninhaber war. Ende des Jahres tritt Verwaltungsdirektor Jung nach 15jähriger Tätigkeit in den Ruhestand; Nachfolger wird Verwaltungsdirektor Günter Orth.Die Anzahl der Pflegetage beträgt insgesamt 270.796.

1973
Am 25. Mai kann das fertiggestellte Fachklinikum für Augen, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Orthopädie in der Steinhäuserstr. 18 eingeweiht werden. Prof. Dr. Auer, Tübingen, hält die Festrede. Die Baukosten betragen rund 52,6 Mio. DM; das alte Haus an der Kriegsstraße wird aufgegeben und verkauft.
Die Bettenzahl beider Krankenhäuser liegt nunmehr bei 813. Im Einzelnen sind folgende Fachkliniken vertreten: Chirurgie, Geburtshilfe/Gynäkologie, Innere Medizin, Radiologie, Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten mit Plastischer Gesichtschirurgie und Orthopädie.
Als nicht bettenführende Abteilungen werden ein Zentrallaboratorium und eine Klinik für Anästhesie mit Operativer Intensivmedizin vorgehalten. Versorgt werden 13.449 Patienten in 1973  bei 273.544 Pflegetagen (18,9 Tage Verweildauer). Der Allg. Pflegesatz beträgt DM 83,45.

1975
Von den Caritaskonferenzen Deutschlands wurden in dem Verband ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Gemeinde die Konzeption für die katholische Krankenhaushilfe entwickelt. Dabei waren die Anregungen durch die evangelische Krankenhaushilfe sehr hilfreich. Auf Diözesanebene kam es zur Gründung zahlreicher katholischer Krankenhaushilfegruppen, so auch in den St. Vincentius-Kliniken im Jahre 1976. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Christlichen Krankenhaushilfe" (CKH) haben unter der Leitung von Frau Ursula Fink, Frau Sophie Neumann, Frau Lotte Küster und Frau Liselotte Zierlein seit 25 Jahren die Stiftungsidee der Gründerin, Frau Amalie Baader, Kranken und Hilfsbedürftigen helfend zur Seite zu stehen, segensreich umgesetzt.

1980
Die achtziger Jahres sind durch umfangreiche Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten, insbesondere im Klinikum Südendstr. 32 geprägt. So entstand nach dreijähriger Bauzeit mit Inbetriebnahme im Jahre 1987 eine neugestaltet Liegendkrankenzufahrt einschließlich neuer Ambulanzräume für die Innere Medizin und die Chirurgie.

1981
Nach neunzehnjähriger Tätigkeit als Vorsitzende der Frauen-Vincentius-Konferenz von St. Stephan gibt Frau Neumann zum 1. Januar 1981 die Aufgaben an ihre Nachfolgerin, Frau Liselotte Zierlein, ab.

Zur Vervollständigung des Versorgungsangebotes und zur Optimierung des innerbetrieblichen Klinikablaufs entschließt sich der Vorstand ein Institut für Pathologie zu etablieren. Aus diesem Grunde wird ein mehrstöckiges Gebäude in der Südendstr. 37 (ehemaliges Hedwigsheim) erworben, das unterirdisch mit dem Krankenhaus Südendstr. 32 verbunden ist.

1986
Verwaltungsdirektor Günther Orth stirbt überraschend am 10. Mai. Er hat die Geschäftsführung der St.-Vincentius-Krankenhäuser 17 Jahre lang überaus erfolgreich wahrgenommen. Sein Nachfolger wird Verwaltungsdirektor Egon Möhlmann.

1987
Auf dem Gelände des Klinikums Steinhäuserstr. 18 wird der Luftrettungs-Stützpunkt Karlsruhe mit Hubschrauber-Landeplatz und Hangar in Betrieb genommen. Betreiber des Hubschrauber-Landeplatzes ist die Deutsche Rettungsflugwacht.

1988
Die Geburtshilflich-Gynäkologische Klinik erhält nach erfolgreicher Generalsanierung zwei neue OP- und Kreißsäle. Die gesamte Klinik wird durch bauliche und apparative Veränderungen auf den modernsten Stand gebracht.

1989 -1990
Im Jahr 1989 wurden an 265.400 Pflegetagen 21.142 Patienten stationär behandelt. Die 21.142 Patienten rekrutierten sich zu 42,73 % (9.247 Patienten) aus der Kernstadt Karlsruhe und zu 29,23 % (6.325 Patienten) aus dem Landkreis Karlsruhe. Die meisten anderen Patienten stammten aus Rheinlandpfalz und den Landkreisen Rastatt, Baden-Baden und Pforzheim. Diese Zahlen und die Tatsache einer 90%igen Auslastung im Jahr 1990 belegen, dass die St.-Vincentius-Krankenhäuser auch in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts einen guten Ruf in der Bevölkerung genießen und von den Patienten gerne in Anspruch genommen werden.

Am 15. Mai 1990 konnte das 90jährige Jubiläum des Krankenhauses Südendstr. 32 gefeiert werden. Im Jubiläumsjahr beträgt die Mitarbeiterzahl der St.-Vincentius-Krankenhäuser 1.546.

1991
Nach 22jähriger erfolgreicher Amtszeit tritt Msgr. Ohlhäuser im 84. Lebensjahr stehend gesundheitshalber vom Amts des Vorstandsvorsitzenden des St.-Vincentius-Vereins zurück. Sein Nachfolger wird Herr Dekan Emanuel Frey.

1993
In Absprache mit dem Träger des St. Marienkrankenhauses, Kongregation der Schwestern vom III. Orden des Hl. Dominikus - Generalpriorin Radegundis Liesenfeld - gelang es, eine Station im St. Marienkrankenhaus für die Aufnahme eines Linksherzkathetermessplatzes samt Bettenstation zu schaffen.
Dank einer Erbschaft des Architekten Wolfgang Schmider wird der St.-Vincentis-Verein in die Lage versetzt, ein Personalwohnheim an der Ecke Südendstraße / Steinhäuserstraße zu bauen. Neben 20 Wohnungen für Pflegekräfte schafft das neue Wohnheim auch Platz für die Auslagerung der Personal- und EDV-Abteilung.

1995
Wichtige Bausteine eines optimierten medizinischen Angebotes konnten im Jahre 1995 im Klinikum Südendstr. 32 mit der Schaffung einer Diabetesstation und der Etablierung eines Schlaflabors realisiert werden.
Auch im sogenannten neuen Krankenhaus in der Steinhäuserstr. 18 stößt man langsam an die Grenze der räumlichen Nutzung, so dass hier Erweiterungsbauten vorgesehen werden müssen. Gleichzeitig sind Teilauslagerungen des Klinikums Südendstr. 32 auf vereinseigene Gelände an der Steinhäuserstr. 18 geplant.
Erste konkrete Großbaumaßnahme ist die Auslagerung der kompletten strahlentherapeutischen Klinik der Südendstraße auf das Gelände des Klinikums Steinhäuserstr. 18. Allein diese Großbaumaßnahme, die im Jahr 1995 beim Sozialministerium Stuttgart beantragt worden war, steht mit Investitionskosten von ungefähr 27 Mio. DM zu Buche. Die Inbetriebnahme der neuen strahlentherapeutischen Klinik kann voraussichtlich im Jubiläumsjahr des 150jährigen Bestehens des St.-Vincentius-Vereins (Frühjahr 2001) vollzogen werden. Die Möglichkeit weiterer Teilauslagerungen wird geprüft.

1996
Umfangreiche Sanierungen der Bettenstationen im D-Bau und vor allen Dingen in der Frauenklinik. Hier galt es insbesondere, den Hotelkomfort durch den Einbau von neuen Sanitärzellen zu verbessern.

Der St.-Vincentius-Verein Karlsruhe, Körperschaft des öffentlichen Rechts, als Rechtsträger der St.-Vincentius-Krankenhäuser beschäftigt im Jahre 1996 über 150 Ärzte und 1.600 Mitarbeiter in 13 Kliniken. Er ist mit seinem ersten Vorsitzender, Monsignore Emanuel Frey, weiterhin verpflichtet, die Leistungen für 26.000 stationäre Patienten kostendeckend zu erbringen.

1998
Mit Schreiben vom 4.2.1998 wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe mitgeteilt, dass die Aufsicht über den St.-Vincentius-Verein, Körperschaft des öffentlichen Rechts, dem Sozialministerium Baden-Württemberg obliegt. Man hat dem Rechtsträger nahe gelegt, die Körperschaft in eine private Rechtsform zu überführen.
Die Mitgliederversammlung des St.-Vincentius-Vereins hat daraufhin in der Sitzung vom 3. November 1998 beschlossen, dem Vorschlag mit der Umwandlung in einen Verein privaten Rechts zu folgen. Das Unternehmen selbst soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, sobald das besondere Gesetz zur Umwandlung des St.-Vincentius-Vereins Karlsruhe in Kraft getreten ist.

2000
Mit Scheiben vom 12.10.2000 teilt das Registergericht Karlsruhe mit, dass die St.-Vincentius-Kliniken Karlsruhe als gemeinnützige Aktiengesellschaft in das Handelsregister eingetragen sind.

Getreu dem Gründungsauftrag von Frau Amalie Baader und Kaplan Xaver Höll wurde die Form der Aktiengesellschaft gewählt, weil sie etwa gegenüber einer GmbH die strengere Form darstellt und insbesondere die Kontrollvorschriften für den Unternehmensbereich und die Prüfung des Rechnungswesens umfassender sind. Es muss auch für die Zukunft sichergestellt sein, dass das Vermögen der Gesellschaft nur den Zwecken des Vereins gewidmet wird.

Die Gesellschaft wird heute geleitet durch einen dreiköpfigen Vorstand. Es sind dies die Herren: Egon Möhlmann, Vorstandsvorsitzender, Gerhart Falk und Hans-Josef Föllmer. Die Mitglieder des bisherigen Vorstands des Vereins sind bis auf die neuen Vorstandsmitglieder in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewechselt. Der Aufsichtsrat besteht im Jubiläumsjahr 2001 aus folgenden Mitgliedern: Otto Brodesser, Vorsitzender, Bernhard Appel, Stellv. Vorsitzender, Prof. Dr. Jürgen Biscoping, Renate Gehrlein, Michael Halbgewachs, Dekan Dieter Holderbach, Prof. Dr. Erhard Kiffner, Lotte Küster, Provinzoberin Schwester Fabiola Manz, Gabriela Merker, Paul W. Mondorf, Maria Rochlitz, Hedi Stoltzenburg, Detlef Vogt und Liselotte Zierlein.

Msgr. Ohlhäuser, der 22 Jahre lang die Geschicke des St.-Vincentius-Vereins verantwortet hat, stirbt im 94. Lebensjahr am 21. Juli.Sein Nachfolger, Herr Dekan Emanuel Frey, der zehn Jahre äußerst erfolgreich die Verantwortung für die Entwicklung der St.-Vincentius-Kliniken getragen hatte, verlässt die Stadt Karlsruhe, um sich neuen Aufgaben in Konstanz zu widmen.

Die St.-Vincentius-Kliniken gAG beschäftigen im Jahre 2000 über 170 Ärzte und 1.580 Mitarbeiter in 13 Kliniken. Sie sind auch im Jubiläumsjahr 2001 verpflichtet, die Leistungen für mehr als 30.000 stationäre Patienten jährlich kostendeckend zu erbringen, da sie für eine eventuelle Defizitabdeckung weder Kommunalgelder noch Kirchensteuermittel zu erwarten hätten.

Rückblickend kann man sagen, dass in 150 Jahren das Werk der Nächstenliebe viermal in besonderer Weise gefordert war, als es galt, die Nöte der Kriegsjahre 1864 bis 1866, 1870 bis 1871, 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 mit den leidgeprüften Menschen zu tragen und ihnen helfend beizustehen.

Nicht wegzudenken aus der segensreichen Entwicklung der Krankenhäuser ist neben der Kunst hervorragender Ärzte und dem vollen Einsatz der freien Schwestern und Krankenpfleger sowie aller Mitarbeiter die aufopfernde Tätigkeit der Niederbronner Ordensschwestern, die seit 1861 mit dem St.-Vincentius-Verein verbunden sind.
In besonderer Weise ist hier das überaus segensreiche Engagement von Schwester Oberin Amalberga hervorzuheben, die die Geschicke der Häuser in den Jahren 1938 bis 1973 wesentlich mitbestimmt hat. In Anerkennung ihrer Verdienste erhielt Schwester sie am 6. November 1958 aus den Händen des stellvertretenden Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Hermann Veit, das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Es war ein weiter Weg von den Anfängen im Jahre 1851 bis zu der im Jahr 2000 vollzogenen Umwandlung der Rechtsform des St. Vincentius-Vereins, Körperschaft des öffentlichen Rechts, in ein gemeinnützige Aktiengesellschaft.
In ungebrochener Lebenskraft und Kontinuität ist der St. Vincentius-Verein Karlsruhe bis in den Gegenwart seiner Sozial- und caritativen Zielsetzung treu geblieben.

Er trägt den Namen des hl. Vinzenz von Paul (1581-1660) nicht als eine Reminiszenz der Geschichte der Caritas. Der Name ist vielmehr ständiger Appell an uns alle, den Kranken unsere Nächstenliebe zu schenken. Dem Geist des hl. Vinzenz von Paul, des größten Organisators moderner Caritasarbeit, sehen sich die St.-Vincentius-Kliniken gAG für alle Zukunft verpflichtet. Hierzu hoffen wir auch weiterhin auf Gottes reichen Segen.

2001
Bedingt durch die räumliche Enge im Klinikum Südendstraße 32 hat sich der Krankenhausträger für den Neubau einer Strahlenklinik auf dem Gelände des Klinikums Steinhäuserstraße 18 entschieden. Am 14. April 2000 erfolgt durch Herrn Dekan Frey, Vorstandsvorsitzender des St. Vincentius-Vereins die Grundsteinlegung. Ein Jahr später am 29. Juni 2001 konnte die neue Strahlenklinik der St. Vincentius-Kliniken mit drei Linearbeschleunigern eingeweiht werden.

2003
Am Freitag, dem 11. April 2003 konnte der Neubau der Pneumologischen Klinik der St. Vincentius-Kliniken im Rahmen eines Festaktes eingeweiht werden. In den vergangenen 14 Jahren entwickelte sich die Pneumologie zu einer Abteilung der medizinischen Klinik und ist heute aus dem medizinischen Spektrum sowohl unseres Klinikums, als auch der Versorgungsregion Mittlerer Oberrhein und Nordschwarzwald nicht mehr wegzudenken.

2006
Auf Initiative der Schwestern des Mutterhauses der Dominikanerinnen in Neusatzeck wird das St. Marienkrankenhaus von den St. Vincentius-Kliniken gAG unter dem neuen Namen St. Marien-Klinik gGmbH übernommen. Mit den Schwestern von Neusatzeck wird vereinbart, dass das St. Marienkrankenhaus so weiterbetrieben wird, dass dieses dauerhaft seine Aufgabe als katholisches Krankenhaus und als Ort der Begleitung von Menschen in Not erfüllen kann.

2008
Mit einem feierlichen Dankgottesdienst mit dem Hauptzelebranten Weihbischof Rainer Klug wird nach über 151jährigem Wirken in der Stadt Karlsruhe und in den St. Vincentius-Kliniken die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Bühler Schwestern) am Samstag, dem 20. September 2008 verabschiedet.

2009
Dank der Initiative von Herrn Superior Dieter Holderbach und der Generaloberin Schwester Gerlanda Jäger der Vinzentinerinnen von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, Freiburg konnten im Februar 2009 die drei Ordensschwestern, Schwester Oberin Marieta F. Joepgen, Schwester Claudia Gerber und Schwester Maria Angela Klotz, im Rahmen eines Festgottesdienstes eingeführt werden. Die drei genannten Schwestern unterstützen in erster Linie die Krankenhausseelsorge, Bruder Klaus Schäfer, Pfarrer Margeth und Pfarrer Bergdolt-Kleer.

2010
Nach langjähriger Leitungstätigkeit in der CKH scheidet Frau Lotte Küster aus dem Leitungsgremium aus. Ihre Nachfolgerin wird Frau Elke Mainz.

 

2011
Dank eines großen Konjunkturprogramms des Bundes und des Landes Baden-Württemberg konnten im August fünf neue chirurgische Operationssäle mit hochmoderner Ausstattung in Betrieb genommen werden. Bereits im Februar konnte die betriebseigene Kindertagesstätte Vinzentino mit 80 Krippenplätzen eröffnet werden.

Im Juli 2011 wurde nach nahezu 25jähriger verdienstvoller Tätigkeit der Vorstandsvorsitzende Egon Möhlmann in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Herr Diplom-Kaufmann Richard Wentges.

Die Gesellschaft wird heute geleitet durch die Herren: Richard Wentges, Vorstandsvorsitzender und Prof. Dr. med. Jürgen Biscoping, Vorstandsmitglied.

Der Aufsichtsrat besteht im Jahr 2012 aus folgenden Mitgliedern: Paul W. Mondorf, Vorsitzender, Detlef Vogt, Stellv. Vorsitzender, Bernhard Appel, Michael Halbgewachs, Hans-Gerd Köhler, Prof. Dr. med. Karl-Jürgen Lehmann, Elke Leimenstoll, Elke Mainz, Gabriela Merker, Egon Möhlmann, Peter Scheuble und Dekan Hubert Streckert.


Karlsruhe, den 25.07.2012