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Klinik für Thoraxchirurgie

In der Abteilung Thoraxchirurgie wird das gesamte Spektrum der operativen Eingriffe zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Lunge und Bronchien, des Brustkorbes, der Luftröhre, des Mediastinums und des Zwerchfells angeboten.

Für die Operationen steht ein Operationssaal mit modernster Technik (Inbetriebnahme 27.8.2011) zur Verfügung.

Komplexere Erkrankungen werden ggf. in Kooperation mit anderen Zentren (z.B. Herzchirurgie, plastische Chirurgie, Wirbelsäulenchirurgie) durchgeführt.

Der Schwerpunkt der operativen Tätigkeit liegt auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen. Hierzu gehören alle gut und bösartigen Tumoren der Lunge, des Brustkorbes, des Rippenfells (z.B. Pleuramesotheliom) sowie des Mediastinums. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung des Pneumothorax und des Pleuraempyems (Rippenfelleiterung).

Die Chirurgie der Lungencarcinome erfolgt unter Einsatz moderner Methoden  mit dem Ziel, möglichst viel Lungengewebe zu erhalten und das Operationstrauma zu reduzieren. Hierbei kommen auch parenchymsparende Eingriffe wie z.B. Manschettenresektionen der Bronchien und Lungengefäße und videoassistierte Operationen zur Anwendung.

Zur Resektion von Lungenmetastasen stehen verschiedene Verfahren einschließlich Laserchirurgie zur Verfügung.

Das Pleuramesotheliom gehört zu den bösartigen Erkrankungen des Rippenfells. An chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten kommen abhängig vom Stadium der Erkrankung verschiedene Verfahren zur Anwendung. Diese umfassen die Verklebung oder die Entfernung des Rippenfells (Pleurektomie) zur Ergußprophylaxe, in bestimmten Fällen kann auch eine operative Entfernung von Pleura, Lunge, Zwerchfell und Herzbeutel sinnvoll sein. Die Entscheidung für diese Operation kann aber nur nach sorgfältiger Abklärung erfolgen.

Beim sogenannten malignen Pleuraerguß durch Pleurabefall von anderen Tumoren (z.B. Mammacarcinom) kann durch eine videoassistierte Operation eine Verklebung des Rippenfells oder die operative Entfernung des Rippenfells vorgenommen werden. Hierdurch läßt sich in der Regel die weitere Ergußproduktion eindämmen oder verhindern.

Bei Pneumothorax, Pleuraempyem und Lungenrundherden werden in der Regel videoassistierte Verfahren (Schlüsselloch) durchgeführt, die eine Eröffnung des Brustkorbes umgehen.

Lungenvolumenreduktionen bei fortgeschrittenem Emphysem können in ausgewählten Fällen die Atemechanik der Patienten erheblich verbessern.

Bei Brustkorbdeformitäten (Trichterbrust, Hühnerbrust) werden von uns die Methode nach Nuss oder die Methode nach Ravitch angewandt.

Operative Eingriffe am Mediastinum erfolgen bei Tumoren des Mediastinums wie z.B. dem Thymom.

Ein weiteres Gebiet stellen die Brustwandtumoren dar, welche unter Einsatz plastischer Rekonstruktionsverfahren entfernt werden.

Bei Fehlheilungen von Rippenfrakturen steht mit dem Einsatz von modernem Osteoysynthesematerial eine neues Verfahren zur Stabilisierung zur Verfügung.