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Radiofrequenzablation

http://www.aerzteblatt.de/archiv/139573/Thermoablation-maligner-Lungentumoren?s=thermoablation+Lunge


Bei der Radiofrequenzablation (RFA) handelt es sich um ein interventionell - minimalinvasives Therapieverfahren für Patienten, bei denen ein operatives Vorgehen nicht infrage kommt. Peripher gelegene, maximal 3-4 cm große Lungenmalignome (Bronchialkarzinome und Lungenmetastasen) sind für das Verfahren geeignet. Bildgestützt (CT kontolliert) werden eine oder mehrere RF-Sonden in den Tumor platziert und anschließend ein sinusförmiger hochfrequenter Wechselstrom (375-460kHz) appliziert.
Eine lokale Tumorkontrolle kann in bis zu 90% erreicht werden. Mittelfristig kommt es nach der Intervention zu keinem relevanten pulmonalen Funktionsverlust. Die Indikation zur interventionellen Ablation eines Lungentumors wird im interdisziplinären Konsens (Tumorboard) in Anwesenheit der in den Lungenkrebszentren der Deutschen Krebsgesellschaft geforderten Fachgebiete (Thoraxchirurgie, Pneumologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie) und unter Berücksichtigung sämtlicher Therapiealternativen getroffen werden. Dabei können neben der Primärbehandlung von Bronchialkarzinomen auch palliative Gesamtkonzepte (z.B. gemischtes Therapieansprechen einzelner Herde auf Systemtherapie) eine Indikation zur Tumorablation ergeben.