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Lungenkarzinom

Das Lungenkarzinom ist die häufigste zum Tode führende Tumorerkrankung des Mannes und steht bei der Frau an dritter Stelle nach Tumoren der Brust und des Darmes. Neben Zigarettenrauchen können auch Umwelteinflüsse oder Arbeitsplatzbelastungen sowie genetische Veranlagungen bösartige Lungentumore verursachen. Wie bei vielen anderen Tumorerkrankungen gibt es keine Frühsymptome. Symptome, die zum Arzt führen sind Atemnot, Bluthusten sowie Schmerzen in
Brustkorb oder Rücken.

Die histologische Sicherung eines Lungentumors ist anzustreben, denn das nicht-kleinzellige Karzinom sollte am besten operativ entfernt werden während  die Chemotherapie die Standardtherapie des kleinzelligen Lungenkrebses ist.

Um die bestmögliche Therapie festzulegen, muss die technische Operabilität eingeschätzt werden, die körperliche Belastbarkeit (unter Einbeziehung der Nebenerkrankungen und der Lungenreserve) untersucht werden und  Metastasen in anderen Körpersystemen ausgeschlossen sein. Die Entscheidung zu Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder zur Kombination dieser Verfahren wird im Tumorboard (in Anwesenheit von Thoraxchirurgen, Pneumologen, Onkologen, Strahlentherapeuten) getroffen.

Fällt die Entscheidung zur Operation ist das chirurgische Prinzip die Entfernung des gesamten tumortragenden Abschnittes, in der Regel die Entfernung eines Lungenlappens, ggf. auch von zwei Lappen (Bilobektomie) oder des gesamten Lungenflügels (Pneumonektomie). Durch Verpflanzung von eigenen Lungenanteilen (sog. Bronchoplastik und Angioplastik) kann gesundes Lungengewebe auch bei großen Tumor-Operationen erhalten werden. Wenn das Tumorgeschehen Nachbarorgane einbezieht, dann können diese im Einzelfall ganz oder teilweise mitentfernt werden. Die Entnahme der mediastinalen Lymphknoten ist entscheidend zur Festlegung des Tumorstadiums – hieraus werden die Empfehlungen zur ggf. zusätzlichen Chemo – oder Strahlentherapie abgeleitet. Kleine Tumore in frühen Stadien sollten heutzutage minimalinvasiv (Schlüssellochchirurgie) operiert werden, fortgeschrittene Tumore über eine Eröffnung des Brustkorbes (Thorakotomie).

Wenn der Tumor lokal weit fortgeschritten ist und nicht radikal operiert werden kann, wird häufig eine Kombinationstherapie bestehend aus Strahlen – und Chemotherapie durchgeführt. Ist die Erkrankung bereits im Körper verteilt dann sollte, um alle Tumorzellen zu erreichen, eine Behandlung in Form einer Chemotherapie erfolgen. Inzwischen haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass in bestimmten Tumorstadien (IIIA) eine Kombinationstherapie aus Chemotherapie, Operation und anschließender Strahlentherapie die Prognose verbessern kann. 
Nach wie vor besteht beim Lungenkarzinom dann die größte Chance auf Heilung wenn eine Operation durchgeführt werden kann. Deshalb sollte in die Therapieentscheidung immer ein Thoraxchirurg einbezogen sein bzw. jeder Patient mit einem Lungenkarzinom einem Thoraxchirurgen vorgestellt werden.