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Klinik für Nuklearmedizin

Skelettdiagnostik

Skelettdiagnostik
Skelettdiagnostik

Bei der Skelett- oder Knochenszintigraphie wird mit Hilfe einer radioaktiv markierten Substanz, die vom Knochen aufgenommen wird, der Knochenstoffwechsel untersucht.
Verschiedene Tumoren können trotz frühzeitig eingesetzter moderner Therapieverfahren wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung den Knochen befallen. Dabei lösen sich aus dem Ursprungstumor einzelne Zellen ab, die über den Blutstrom oder die Lymphbahnen in den Knochen gelangen. In diesem können sich die Tumorzellen vermehren und zu neuen Tumoren heranwachsen.  Diese Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, werden nach dem Namen des Ursprungstumors benannt (z.B. Mamma-Karzinom, Prostata-Karzinom). Die Knochenszintigraphie dient dazu, diese Metastasen frühzeitig nachzuweisen, damit man sie entsprechend behandeln und mögliche Folgen wie z.B. Zerstörung des Knochens mit Bruchgefahr verhindern kann. Diese Methode ist außerordentlich empfindlich, so daß man die Metastasen schon in einem sehr frühen Stadium erkennen kann.
Aber auch bei anderen Erkrankungen hat die Skelettszintigraphie einen sehr hohen Stellenwert. Entzündliche Veränderungen an den Gelenken bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis sind oft nur skelettszintigraphisch in der sog. Weichteilphase zu diagnostizieren.
Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren hat die Knochenszintigraphie den großen Vorteil, daß man mit Hilfe von Ganzkörperszintigrammen Information über das gesamte Skelettsystem erhält. Diese Ganzkörperaufnahmen werden 3 Stunden nach intravenöser Verabreichung der radioaktiven Substanz an der oben abgebildeten Gammakamera angefertigt. Die Aufnahmen werden im Liegen gemacht, was etwa 30 Minuten in Anspruch nimmt. Die Gammakamera (s.o.) besitzt zwei Aufnahmeköpfe (einer oben und einer unten), so daß man gleichzeitig die Ganzkörperansicht von vorne und hinten bekommt, was Zeit einspart.