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Klinik für Nuklearmedizin

Allgemein

Was ist Nuklearmedizin?

Fallbesprechung
Fallbesprechung

Nuklearmedizin ist im Vergleich zu anderen medizinischen Disziplinen ein relativ junges Fach, welches - basierend auf kernphysikalischen, gerätetechnischen und radiopharmakologischen Errungenschaften - erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges eine Entwicklung in europäischen Ländern erfuhr.

Nuklearmedizin ist ein Fachgebiet, das sich mit der Anwendung sogenannter offener Radionuklide (= radioaktive Stoffe)  zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken am Menschen befaßt. Aufgrund der Möglichkeit, die Verteilung der von den Radionukliden ausgehenden gewebsdurchdringenden Strahlung mit Hilfe bestimmter Meßgeräte  (z.B. Gammakameras s.u.) von außen zu bestimmen und bildlich darzustellen, sind Untersuchungen und Abbildungen von Stoffwechselprozessen nahezu aller Organsysteme auf nicht oder wenig invasive Weise, d.h. sehr Patienten schonend, erreichbar.

Wie läuft eine nuklearmedizinische Untersuchung ab?

Eine geringe Menge eines zugelassenen, radioaktiven Arzneimittels wird in eine Armvene gespritzt oder eingenommen. Es reichert sich nach einer bestimmten Zeit, die vom zu untersuchenden Organ abhängt, im Zielorgan, z.B. der Schilddrüse, an und sendet Strahlen aus, die von einem Detektor, z.B. einer Gammakamera, aufgenommen und von einem angeschlossenen Rechnersystem bildlich dargestellt werden können. Dabei entstehen zweidimensionale Bilder, sog. Szintigramme des untersuchten Organsystems.

Ist eine nuklearmedizinische Untersuchung schmerzhaft oder gefährlich?

Die Untersuchung selbst ist in keinster Weise schmerzhaft, nur die Injektion, d.h. der Stich mit der Injektionsnadel verursacht wie bei einer gewöhnlichen Blutentnahme einen "Pieks".
Die Strahlenbelastung ist meist sehr gering, vergleichbar etwa einer üblichen Röntgenuntersuchung, weil die Mehrzahl der verabreichten radioaktiven Stoffe nach kurzer Zeit zerfallen bzw. sehr schnell über die Nieren ausgeschieden werden.
Die Anzahl der Aufnahmen, die wir anfertigen, hat für die Strahlenbelastung überhaupt keine Bedeutung, da nur die von Ihnen ausgesandte Strahlung aufgezeichnet wird und die Aufnahmegeräte selbst keinerlei Strahlung abgeben. Mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Projektionen und Ansichten sowie Wiederholungsaufnahmen sind deshalb nicht mit einer erhöhten oder zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. allergische Reaktionen auf das verwendete radioaktive Arzneimittel sind nicht zu erwarten, weil der Stoff chemisch nur in extrem niedriger Konzentration vorliegt und deshalb auch keine allergischen Reaktionen hervorrufen kann.
Wie bei jeder Blutentnahme auch könnte es an der Einstichstelle zu einem Bluterguß ("blauer Fleck") kommen.

Nachblutungen, Infektionen oder gar Nervenverletzungen sind zwar denkbar, kommen aber nur in extrem seltenen Fällen vor.
Nach den Grundsätzen des Strahlenschutzes wird eine nuklearmedizinische Untersuchung generell nur dann durchgeführt, wenn der Nutzen der Untersuchung die möglichen Komplikationen und die Strahleneinwirkung bei weitem übersteigt.
Weitere Informationen zur nuklearmediznischen Therapie und Diagnostik finden Sie in folgender Broschüre:

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