Tabakprävention für Schüler: www.vincentius-kliniken.de

Tabakprävention für Schüler

Tabakprävention für Schüler - "Damit sie gar nicht erst anfangen"

Tabakkonsum - besser gesagt Nikotinabhängigkeit - ist heutzutage die bedeutendste Einzelursache vermeidbarer und zum Tode führender Erkrankungen. Das Eintrittsalter in die Nikotinabhängigkeit hat sich in den letzten Jahren in immer jüngere Altersgruppen verschoben und liegt derzeit zwischen 12 und 14 Jahren. Im Gegensatz zu früher  rauchen mehr Mädchen als Jungs: Unter den 14- Jährigen greifen regelmäßig 20% der Jungs und 30% der Mädchen zur Zigarette.
Diese Tatsachen spiegeln sich im Patientengut einer modernen Lungenklinik, wie sie unsere pneumologische Abteilung darstellt, wider. Chronische Bronchitis und Lungenkrebs sind die häufigsten Krankheitsbilder, beide werden zu 90% bei Rauchern angetroffen - besonders bei denen, die schon in der frühen Jugend angefangen haben. Kommen die Patienten dann erst einmal mit einer derartigen Krankheit in die Klinik, ist es für eine vollständige Heilung trotz aller Möglichkeiten der modernen Medizin leider oft zu spät.
Die beste Therapie wäre, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.
Nikotinabhängige Jugendliche weisen oft noch keine Raucherkrankheiten auf, sind andererseits über die Folgen des Rauchens meist ungenügend informiert und den Verlockungen der Tabakwerbung weitgehend schutzlos ausgeliefert. Da gerade junge Menschen im Schulalter vor dem ersten Griff zur Zigarette stehen, wurde in Kooperation von
Gesundheitsamt,
AOK und der
pneumologischen Abteilung der St. Vincentius- Kliniken Karlsruhe  

ein Projekt zur Tabakprävention für Schulklassen im Stadt- und Landbereich Karlsruhe ins Leben gerufen und seit Juni 2004 mit großem Erfolg durchgeführt.
Dabei melden sich interessierte Schulklassen im Gesundheitsamt zu der Informationsveranstaltung an. Danach erfolgt zunächst im Unterricht eine thematische Einführung in die Komplexe "Lunge, Atmung, Nikotin, Sucht".  Am Projekttag kommen die Schulklassen (ca. 50 Schüler) mit ihren Lehrern in den Seminarraum der Pneumologie der St. Vincentius- Kliniken, wo sie zunächst  mit einem Vortrag zum Thema informiert werden. Dann dürfen sie im Untersuchungsraum eine Bronchoskopie "life" miterleben - allerdings an einem Phantom, welches dennoch sehr wirklichkeitsnah imponiert.
Den größten Eindruck auf die Schüler machen direkte Gespräche mit Patienten, die an Nikotinfolgen erkrankt sind und sich - selbstverständlich freiwillig - bereit erklären, aus der Sicht des Betroffenen zu berichten. An dieser Stelle sei gerade den Patienten für ihr Engagement bei der Unterstützung des Projektes ausdrücklich gedankt.
Nach einer Pause zur Stärkung an Saft und Brezeln endet die Veranstaltung  mit einem Quiz, wobei Fragen zu den mitgeteilten Informationen gestellt werden. Dabei lassen sich sogar attraktive, von der AOK gestiftete Preise gewinnen.
Erfreulich für uns als Veranstalter, die viel Zeit und Arbeit in das Projekt investiert haben: Die Resonanz bei sämtlichen Klassen war hervorragend, die Schüler waren konzentriert bei der Sache, die Fragen wollten bisweilen nicht enden, die Aussage: "Ich rauche bestimmt keine mehr" war oft zu hören.
Geplant ist, das Projekt, welches auch den Zielsetzungen der "Hans und Dagmar MENDE- Stiftung" (s. dort) entspricht,  längerfristig mit einer Veranstaltung pro Monat fortzusetzen.

Kontakt:
Herr Siegl-Ostmann, Gesundheitsamt Karlsruhe, Telefon: 0721 / 936 - 5908