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Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie

Allgemein

Die Abteilung Pneumologie der St. Vincentius- Kliniken ist die jüngste Abteilung der  Medizinischen Klinik und wurde nach einer provisorischen Gründungsphase nach dem 1.Juli 1989  im Oktober 1996 als Abteilung mit eigener Betten- und Personalzuordnung den 3 bisherigen Abteilungen der Medizinischen Klinik zur Seite gestellt.
Die St.- Vincentius- Kliniken boten hervorragende Voraussetzungen zur Gründung einer Pneumologie: Ein onkologisches Schwerpunktkrankenhaus mit eigener Abteilung für Hämatologie und Onkologie, eigener Kardiologie, eigener HNO- Klinik, eigener Abteilung für Strahlentherapie, mit einem modern ausgestatteten radiologisch-  und nuklearmedizinisch diagnostischen Zentrum, mit eigener Pathologie, einer Abteilung für physikalische Medizin und eigener KG- Schule: Dieses Umfeld bot die wesentlichen Voraussetzungen für kompetente Diagnostik und Therapie bronchopulmonaler Erkrankungen im interdisziplinären Konzept.
Schließlich war der bis heute bestehende Mangel an Lungenfachärzten und klinischen Lungenfachabteilungen angesichts der großen epidemiologischen Bedeutung von Lungenkrankheiten eine weitere Voraussetzung für den Erfolg der Abteilungsgründung.

Lungenfunktionslabor
Lungenfunktionslabor

Im stationären Bereich  wurden der Abteilung Pneumologie 28 Betten und 1 Intensivbett zugeordnet.
Die Pneumologie unterhält eine Fachambulanz mit begrenzter Ermächtigung zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung, was sich im wesentlichen auf  endoskopische Leistungen bezieht.
Aufgebaut wurde einmal ein Lungenfunktionslabor mit den Möglichkeiten der Ganzkörperplethysmographie, Diffusionsmessung, Compliancemessung, Atemantriebs- und Atempumpanalyse sowie der Spiroergometrie (Abb. 1). Nach dem Neubau der Abteilung 2003 durch Unterstützung der Hans und Dagmar Mende Stiftung (s. dort) wurden die Methoden zur nichtinvasiven und invasiven Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Lungenkreislaufs (Echokardiographie, Rechtsherzkatheter) sowie Methoden zur Atemgasanalyse (Stickstoffmonoxyd) eingeführt.

Pneumologische Endoskopie
Pneumologische Endoskopie

Weiterhin wurde eine Bronchoskopielabor geschaffen mit der Möglichkeit der flexiblen und starren Bronchoskopie. Die jeweiligen technischen Neuerungen (Videobronchoskopie, Fluoreszenzbronchoskopie, endobronchialer Ultraschall) wurden integriert.  In starrer Technik sind anspruchsvolle interventionelle Maßnahmen zur Gewebeabtragung und Atemwegsrekanalisierung (Laser, Argonbeamer, Kryosonde, Stent) möglich. 

Schlaflabor
Schlaflabor

In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Strahlentherapie erfolgen intrabronchiale Bestrahlungen (Afterloading). Die Zellanalytik der bronchoalveolären Lavage ( BAL) einschließlich der Lymphozytenmarkierung erfolgt im hauseigenen Zelllabor.
Eine vordringliche Entwicklung nach 1993 war der Aufbau des Schlaflabors zur Erkennung und Behandlung schlafbezogener Atemregulationsstörungen.
1995 ging ein Schlaflabor mit zwei Polysomnographen in Betrieb. 2010 wurde das Schlaflabor auf vier Messplätze erweitert.

Zertifikat Qualitätskontrolle
Zertifikat Qualitätskontrolle

Ein zentrales Anliegen bestand darin, nicht nur eine pneumologische Abteilungsstruktur aufzubauen, die aufgrund ihrer Monopolstellung im Raum Karlsruhe nahezu zwangsläufig in Gang kommen musste, sondern auch wissenschaftlichen Standards in der Struktur- und Prozessqualität zu genügen. In diesem Zusammenhang erfolgte erstmals 1997 eine Überprüfung durch das Institut für Qualitätskontrolle in der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) mittels Aktenanalyse und Klinikbegehung. Außerdem wurde erstmals 1998 das Schlaflabor durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen.  Die Qualitätszertifikate wurden jeweils erteilt. (Abb. 4). Den jeweiligen turnusmäßigen Nachprüfungen unterzieht sich die Abteilung regelmäßig.

Der Chefarzt der Abteilung Pneumologie ist zur vollen Weiterbildung im Schwerpunkt Pneumologie (3 Jahre) und der Zusatzweiterbildung Schlafmedizin (18 Monate) befugt.

Der akademische Charakter der Abteilung zeigt sich in wissenschaftlicher Tätigkeit der Mitarbeiter in Form von Publikationen oder Vortragstätigkeit.


Zusammengefasst hat sich die Abteilung Pneumologie zu einem nicht mehr aus den St. Vincentius- Kliniken und dem Raum Karlsruhe / Nordbaden wegzudenkenden Faktor entwickelt und damit die Planungen von Vorstand und Verwaltung bestätigt. Allerdings erlauben Dynamik und Fortschritte des Faches Pneumologie absolut kein selbstzufriedenes Verharren am erreichten Punkt!