Karzinome der Schamlippen (Vulvakarzinom): www.vincentius-kliniken.de

Karzinome der Schamlippen (Vulvakarzinom)

Vulvakarzinome machen 5 % der Genitalkarzinome der Frau aus. Betroffen sind die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane (Vulva) wie Schamlippen, Klitoris, Damm und Schamhügel. Als Risikofaktoren für die Entstehung dieser bösartigen Erkrankung gelten die Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) und die chronische Infektion Lichen sclerosus.

Hautveränderungen oder anhaltender Juckreiz im Genitalbereich sollten im Rahmen unserer Dysplasiesprechstunde, die wir wöchentlich anbieten, beurteilt (Vulvoskopie) und mit einer Gewebsprobe (Biopsie) abgeklärt werden. Durch eine frühzeitige Entdeckung der Vorstufen des Vulvakarzinoms (Vulväre intraepitheliale Neoplasie (VIN) kann durch eine entsprechend eingeleitete Therapie, wie  zum Beispiel eine oberflächliche Abtragung der Haut (Skinning Vulvektomie), die Entwicklung einer Krebserkrankung verhindert werden.

Wird ein Vulvakarzinom durch feingewebliche Untersuchung (Histologie) festgestellt, besteht die Therapie in einer Operation, deren Ausmaß von der Ausbreitung und Ausdehnung der bösartigen Erkrankung abhängt.

Frühes Erkrankungsstadium
Hier reicht die großzügige Entfernung des Befundes mit anschließender plastischer Rekonstruktion des Genitales, um die Funktionalität zu erhalten. Teilweise ist es notwendig, den sogenannten Wächterlymphknoten in der Leiste zu entfernen. Bei der Wächterlymphknotentechnik wird am Vortag der Operation der Lymphknoten markiert, der den hauptsächlichen Lymphabfluss aus dem Erkrankungsgebiet verantwortet. Dadurch kann auf eine umfangreiche Entfernung von Lymphknoten verzichtet und schonender operiert werden.

Nach einer ambulanten Vorstellung vor der Operation, in der eine genaue Planung und Besprechung des Eingriffes stattfindet (Labor, klinische Untersuchung, Ultraschalluntersuchung, Aufklärungsgespräch mit dem Operateur, Gespräch und Prämedikation durch den Anästhesisten usw.) kann an den darauffolgenden Tagen der Eingriff durchgeführt werden.   

Der Krankenhausaufenthalt beträgt nach dem Eingriff 7-10 Tage, durchschnittlich etwa 8 Tage. Nach der Entlassung sollten Sie sich für mindestens 3-4 Wochen schonen. Sport ist frühestens nach 6-8 Wochen nach Rücksprache mit Ihrer/Ihrem Frauenärztin/-arzt möglich.  

Fortgeschrittenes Stadium
In Abhängigkeit von der Ausdehnung der Erkrankung ist es in diesen Fällen notwendig, eine Teilentfernung oder sogar die komplette (radikale) Entfernung der Vulva durchzuführen. In diesen Fällen ist es besonders notwendig, durch aufwendige Lappenplastiken das äußere Genital plastisch zu rekonstruieren, um die Funktionalität der Scheide zu erhalten. Darüber hinaus werden Leisten- und ggf. laparaskopisch Beckenlymphknoten entfernt.

Nach einer ambulanten Vorstellung vor der Operation, in der eine genaue Planung und Besprechung des Eingriffes stattfindet (Labor, klinische Untersuchung, Ultraschalluntersuchung, Aufklärungsgespräch mit dem Operateur, Gespräch und Prämedikation durch den Anästhesisten usw.) kann an den darauffolgenden Tagen der Eingriff durchgeführt werden.   

Der Krankenhausaufenthalt beträgt nach dem Eingriff 10-14 Tage, durchschnittlich etwa 10 Tage. Nach der Entlassung sollten Sie sich für mindestens 3-4 Wochen schonen. Sport ist frühestens nach 6-8 Wochen nach Rücksprache mit Ihrer/Ihrem Frauenärztin/-arzt möglich.  

 

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