Weitere Informationen: www.vincentius-kliniken.de

Welche Beschwerden können bei Brustkrebs auftreten?  

Wenn Sie folgende Anzeichen bei sich bemerken, sollte Sie unbedingt Ihren Frauenarzt aufsuchen, um eine genauere Untersuchung und Abklärung zu veranlassen:

  • tastbare Knoten in der Brust oder in der Achselhöhle
  • Schwellung oder Rötung der Brust  
  • Hautveränderung (geschwürartige Veränderung) 
  • scheinbare Entzündung der Brustwarze (Ekzem) 
  • Entzündung der Brust außerhalb der Schwangerschaft
  • "Orangenhaut" 
  • Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze 
  • Einziehung der Brustwarze oder der Haut 
  • neu auftretende Unterschiede in Größe und Umfang der Brust
  • Einziehung der Brustwarze oder der Haut
  • neu auftretende Unterschiede in Größe und Umfang der Brust


Körperliche Untersuchung - Arztgespräch (Anamnese)

Bei der körperlichen Untersuchung kann sich der behandelnde Arzt ein genaueres Bild von Ihren Brüsten gewinnen und die mögliche Krankheitszeichen einer Brustkrebserkrankung erkennen. Hierbei wird Ihre Brust systematisch abgetastet, um mögliche Knoten in der Brust zu finden und Ihre Größe und Lage zu beurteilen. Auch die Achselhöhle wird abgetastet, um mögliche vergrößerte Lymphknoten zu entdecken. Im Gespräch erfragt der Arzt weitere Informationen, die ihm bei der Diagnosestellung und späteren Therapieplanung helfen.  

Mammographie

Die Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust. Durch diese Röntgenaufnahmen kann der Arzt genaue feststellen, ob es sich bei dem getasteten Knoten um Brustkrebs oder um eine andere Art von Erkrankung der Brustdrüse handelt.

Mammasonographie

Die Mammasonographie ist eine Ultraschalluntersuchung der Brustdrüse und der Achselhöhle. Sie kann eine wichtige Unterstützung bei der Abklärung auffälliger Befunde sein. Bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe - vor allem bei jüngeren - sind Veränderungen in der Mammographie schwerer zu beurteilen. Hier kann die Mammasonographie häufig Auffälligkeiten in der Brust besser beurteilten und abgeklären.  

Kernspintomographie

Wenn Mammographie und Mammasonographie unterschiedliche Ergebnisse zeigen oder keine endgültige Beurteilung des Knotens ermöglichen, kann die Magnet-Resonanz-Tomographie eingesetzt werden. Bei diesem Verfahren werden mit Hilfe eines starken Magnetfeldes ohne Röntgenstrahlen Schnittbilder der Brust angefertigt. Bei der Darstellung der Brust ist die Gabe eines speziellen Kontrastmittels über die Vene nötig. Dieses Kontrastmittel wird gut vertragen, wenn keine schwere Nierenerkrankung vorliegt. Die Nierenfunktion wird deshalb vor der Kontrastmittelgabe überprüft (Kreatinin-wert). 

Biopsie

Unter einer Biopsie versteht man die Entnahme einer Gewebeprobe aus einem unklaren oder verdächtigen Areal der Brustdrüse. Nur die feingewebliche (histologische) Untersuchung einer Gewebeprobe der Brust kann endgültig Klarheit darüber geben, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist.

Die Biopsien werden in lokaler Betäubung ambulant durchgeführt. Bei einer gutartigen Veränderung entfällt damit die Notwendigkeit einer Operation  zur Abklärung des veränderten Gewebes. Die Gewebeentnahme ist ein schmerzfreies risikoarmes Untersuchungsverfahren.

Laboruntersuchungen

Blutuntersuchungen sind in der Regel nicht geeignet Brusterkrankungen zu diagnostizieren oder weiter abzuklären.

Mammographiescreening-Programm

Die Frauenklinik hat eine enge Kooperation mit dem Mammographiescreening-Programm Karlsruhe. Der Chefarzt Dr. Oliver Tomé nimmt an den wöchentlichen multidisziplinären Konferenzen im Screeningzentrum teil, dadurch  ist gewährleistet, dass sämtliche Informationen über die betroffenen Frauen zur weitern Planung der Behandlung den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten der Frauenklinik zur Verfügung stehen.

Mammographisch gesteuerten Vakuumbiopsien von sogenannten Mikro-kalkbefunden des Screeningprogrammes werden in der Abteilung für Radio-diagnostik der St. Vincentiuskliniken durchgeführt.

Behandlungsverlauf

Im Fall einer behandlungsbedürftigen Brusterkrankung wird vor einer Operation in einer interdisziplinären Konferenz aus Operateuren, Gynäkoonkologen, Radiologen und Pathologen, der individuell auf die betroffene Frau abgestimmte Behandlungsplan festgelegt.

Im Anschluss an jede Operation wird in der multidisziplinären postoperativen Tumorkonferenz von Operateuren, Gynäkoonkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen die weiteren Behandlungsschritte festgelegt.

Durch dieses sehr aufwendige Vorgehen können wir für jede betroffene Frau eine Behandlung mit größt möglicher Sicherheit entsprechend den nationalen udn internationalen Leitlinien gewährleisten.   

 

 Zurück