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In folgenden Stadien der Erkrankung des Zervixkarzinoms kann eine laparoskopisches Vorgehen durchgeführt werden:

Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Carcinoma in situ
Sogenanntes CIN III-Läsionen  einfache Hysterektomie (bei Kinderwunsch Konisation ausreichend).

FIGO 1a1
Infiltrationstiefe < 3 mm und Oberflächenausdehnung < 7 mm einfache Hysterektomie, bei Lymphangiosis carcinomatosa erweiterte Hysterektomie mit pelviner Lymphonodektomie (bei Kinderwunsch in Ausnahmefällen Konisation oder Trachealektomie ausreichend).

FIGO 1a2
Infiltrationstiefe < 5 mm und Oberflächenausdehnung < 7 mm einfache Hysterektomie, bei Lymphangiosis carcinoma erweiterte Hysterektomie mit pelviner Lymphonodektomie < 7 mm (bei Kinderwunsch in Ausnahmefällen Konisation oder  Trachelektomie ausreichend).

 

Korpuskarzinom/Endometriumskarzinom (Gebärmutterkrebs)

Carcinoma in situ
Die Adenomatöse Hyperplasie insbesondere mit Zellatypie ist eine sogenannte obligate Präkanzerose, das heißt diese Vorstufen gehen zwingend früher oder später in ein Karzinom über. Hier ist die einfache Hysterektomie, in der Regel unter Mitnahme der Eierstöcke die Therapie der Wahl.

FIGO 1a (G1-2) (neue Klassifikation)
Die Muskulatur der Gebärmutter ist noch nicht befallen bzw. infiltriert und das sogenannte Grading (1 bis 3 Zeichen der Tumoraggressivität) ist noch niedrig, so dass eine einfache Hysterektomie, gegebenenfalls mit pelviner Lymphonodektomie, ausreichend ist.

 

Borderlinetumore des Eierstocks oder Frühformen des Eierstockkrebses

In den meisten Fällen muss ein Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) einer radikalen operativen Therapie zugeführt werden. Diese beinhaltet: eine mediane Längsschnittlaparotomie mit Entfernung des Tumors, beider Eierstöcke und der Gebärmutter, des Bauchfells im kleinen Becken und im Mittel- sowie Oberbauch und des großen Netzes sowie obligatorisch die Entfernung der Lymphknoten im kleinen Becken und paraaortal. Ziel ist es alle erkennbaren Tumoranteile zu entfernen. Das laparoskopische Vorgehen kann in Einzelfällen, in denen seltenen oder nur durch Zufall entdeckten Frühform des Ovarialkarzinoms vorliegt, und angesichts des Alters der Patientin, oder eines bestehenden Kinderwunsch ein Kompromiss gefunden werden. Hier kann in ausgewählten Fällen ein einseitiges Vorgehen unter Erhalt des anderen Eierstocks und der Gebärmutter vereinbart werden. Ein sorgfältiges Staging, das auch die Entfernung des anliegenden peritonealen Überzugs, gegebenenfalls eine pelvine oder paraaortale Lymphonodektomie, des großen Netzes sowie multiple Probeentnahme im Bereich des Bauchfells beinhaltet, sind Maßnahmen zum Ausschluss einer bereits stattgehabten Streuung und zwingend erforderlich.

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