Onkologische Spezialsprechstunde
Urogynäkologische Sprechstunde
nur nach tel. Voranmeldung und mit gültigem Überweisungsschein von einem Frauenarzt / Frauenärztin
Anmeldung:
Sprechstunde Chefarzt Dr. med. Oliver Tomé
nach tel. Vereinbarung (Frau Birkmeyer)
Telefon: 0721 / 8108 - 9003
Telefax: 0721 / 8108 - 9005
Anmeldung:
Telefon: 0721 / 8108 - 9007
Telefax: 0721 / 8108 - 9008
Täglich: 8:00 - 16:00 Uhr
Herr Dr. med. Matthias Siebert
Oberarzt
Brustsprechstunde
Anmeldung:
Telefon: 0721 / 8108 - 9017
Diese Sprechstunde wird von unseren Oberärzten im Rahmen unseres Brustzentrums durchgeführt und geleitet. Wir bieten Ihnen die sonographische Mammadiagnostik mit hochauflösenden Ultraschallgeräten einschließlich der ambulanten sonographisch gesteuerter Biopsieentnahme in örtlicher Betäubung zur Abklärung von verdächtigen Knoten, auffälligen Mammographien und Mastodynien (Brustschmerzen) an. Zusätzlich werden Ihre Mammographien mit unseren Spezialisten aus der Radiologie interdisziplinär besprochen und das weitere Vorgehen (Kontrolluntersuchungen, operative Entfernung des Befundes) sorgfältig mit Ihnen zusammen geplant. Bitte bringen Sie alle bereits angefertigten Mammographien auch von zurückliegenden Untersuchungen unbedingt zu Ihrem Untersuchungstermin mit.
In den letzten Jahren hat sich die Behandlung des Brustkrebs ebenso wie die Behandlung gutartiger Veränderungen der Brust zu einem Schwerpunkt der Frauenklinik der St. Vincentiuskliniken entwickelt. Als Ausdruck dieser Schwerpunktbildung und unseres Engagements wurde das Brustzentrum als interdisziplinär kooperierende Institution der St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe und des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe im Januar 2004 gegründet und im September 2004 als erstes Brustzentrum der Region mittlerer Oberrhein nach den Kriterien der ISO 9001:2000, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert.
In unserem kooperativen Brustzentrum bieten wir eine optimale Koordination aller Spezialisten der assoziierten Einrichtungen Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Onkologie, Strahlentherapie und Psychoonkologie.
Besuchen Sie die Seiten unseres Kooperativen Brustzentrums Karlsruhe!
Hier können Sie unseren Flyer (PDF-Format, ca. 290 KB) und die Broschüre des KBK (PDF-Format, ca. 950 KB) herunter laden.
Zur Darstellung benötigen Sie den Acrobat Reader. Diesen können Sie unter folgender URL kostenlos herunterladen: www.adobe.de.
Bei Brustkrebs wird heute in aller Regel organerhaltend operiert. Nach Möglichkeit kommen onkoplastische Operationstechniken zum Einsatz. Bei der Entfernung des Lymphknotengewebes aus der Achselhöhle setzt unsere Klinik auf die Markierung und Entfernung des Wächterlymphknotens (Sentinel-Methode). In besonderen Fällen sind zur Wiederherstellung der Brust teilweise aufwändige Rekonstruktionsverfahren mit körperfremden und -eigenem Gewebe (Implantat-, Expander- und Lappentechniken) erforderlich. Die Besonderheit der Brustkrebserkrankung erfordert heute fast immer eine Nachbehandlung nach der operativen Therapie, die in einer Bestrahlung der Brust und einer medikamentösen Behandlung besteht. Hierbei sprechen wir Therapieempfehlungen auf modernstem internationalem Standard aus und können unseren Patientinnen eine intensive Betreuung innerhalb von klinischen Studien anbieten.


Anmeldung:
Telefon: 0721 / 8108-9017
Dienstag 8.00 - 15.00 Uhr
Donnerstag 8.00-12.00 Uhr
Herr Dr. med. Erwin Baumsteiger
Oberarzt
Onkologische Spezialsprechstunde
Zweitmeinung
Frau Dr. med. Friederike Krämer
Oberärztin
Onkologische Spezialsprechstunde
Zweitmeinung

Anmeldung:
Telefon: 0721 / 8108-9017
Mittwoch von 9.00-14.00 Uhr
Herr Dr. med. Erwin Baumsteiger
Oberarzt
Sprechstunde für Urologie und Gynäkologie
Sprechstunde für Onkologie
In einem ausführlichen Gespräch und mithilfe eines Fragebogens werden Sie danach befragt wann, wie oft und in welchen Situationen Sie Urin verlieren. Der Urin wird auf mögliche Infektionen untersucht und häufig wird zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege durchgeführt. Im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung wird die Kraft des Beckenbodens überprüft und zusätzliche Senkungen der Gebärmutter, Blase und Scheide beurteilt. Zur weiteren Diagnosemöglichkeit wird anschließend eine urodynamische Messung durchgeführt, gelegentlich auch eine Blasenspiegelung. Bei sehr häufigem Harndrang bitten wir Sie ein Miktionsprotokoll zu führen, d.h. ein Tagebuch in dem Sie die Zeiten und Trink- und Urinmengen, als auch ungewollter Urinverlust dokumentieren.
Die Ursache ist eine Schwäche des Harnröhrenschließmuskels oder übermäßige Beweglichkeit der Harnröhre durch Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur. Dies kann durch schwere Geburten, Operationen, Übergewicht oder zunehmende Gewebsschwäche im Alter auftreten.
Beckenbodentraining: Stärkung der Muskulatur des Beckenbodens durch gezielte Übungen, oft in Verbindung mit einem Biofeedback Gerät (Sichtbarmachung der Beckenbodenanspanung) oder mithilfe von Vaginalkegel. Dies ist vor allem bei jüngeren Frauen und leichten Inkontinenzformen sinnvoll.
Elektrostimulation: Bei einer schlechten Wahrnehmung des Beckenbodens oder einer Reizblase wird die Beckenbodenmuskulatur durch Elektroimpulse mithilfe einer Scheidensonde stimuliert. Somit lernt die Patientin ihren Beckenboden aktiv anzuspannen.
Lokale Hormontherapie: Durch eine zwei mal wöchentliche Therapie mit vaginal applizierten Östrogenen wird das Gewebe um die Harnröhre besser durchblutet und die Scheidenverhältnisse verbessert.
Pessare: Es gibt heute verschiedene Pessare die zur konservativen Behandlung unterschiedlicher Beschwerden eingesetzt werden. Ringpessare (Urethrapessare) helfen bei Belastungsinkontinenz oder Reizblase und können selber eingelegt und mithilfe eines Fadens herausgezogen werden. Würfel- oder Schalenpessare eignen sich bei Senkungsbeschwerden der Gebärmutter, Blase oder Darm als auch bei Blasenentleerungsstörungen mit erhöhten Restharnmengen aufgrund eines Blasenvorfalls. Kommt es nur bei sportlicher Betätigung zum Urinverlust sind bis zur Verbesserung der Beckenbodenfunktion auch Einmal Vaginaltampons aus Schaumstoff anwendbar.
Medikamente: Vor Durchführung einer Operation bei Belastungsinkontinenz ist ein Therapieversuch mit Duloxetin (Yentreve) sinnvoll. Mit diesem Medikament wird die Kraft des Harnröhrenschließmuskels verbessert.
Operativer Eingriff: Wenn alle obengenannten Möglichkeiten nicht zum Erfolg führen ist eine Operation sinnvoll. Die Erfolgsraten liegen je nach Voroperationen zwischen 65-90%. Als minimal invasive Eingriffe haben sich seit 1996 unterschiedliche Schlingenoperationen (TVT = tension free vaginal tape, TOT) durchgesetzt. Dabei legt der Operateur unter örtlicher Betäubung oder in einer Kurznarkose ein spezielles Band spannungsfrei unter die Harnröhre. Dieses Band wirkt wie eine Hängematte und bewirkt, dass sich die Harnröhre unter Belastung nicht mehr senkt und kein Harnverlust auftritt. Wird aus anderen Gründen ein Bauchschnitt durchgeführt kann bei Belastungsinkontinenz auch eine Abdominale Kolposuspension nach Burch erfolgen.
Betroffene bekommen plötzlich einen starken Harndrang der oft zu ungewolltem Urinverlust führt. Mehrmals pro Stunde wird eine Toilette aufgesucht und wenn der Weg zu weit ist geht vorher ungewollt Urin verloren .Dadurch kommt es zu einer erheblichen Einschränkung des sozialen Lebens. Die Ursache ist eine überaktive Blasenmuskulatur, die sich ständig zusammenzieht bei auch nur geringer Blasenfüllung. Die Dranginkontinenz mit häufigem Harndrang und kleinen Urinmengen ist bei älteren Menschen sehr häufig. Die Ursache sind chronische Blasen- und Schleimhautentzündungen, Hormonmangel, zu kleine Trinkmengen und zu frühe Blasenentleerung, als auch neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfälle oder ein Schlaganfall. Bei Männern kann auch eine vergrößerte Prostata eine Dranginkontinenz verursachen.
Trink- und Blasentraining: Durch intensives Training wird das Fassungsvolumen der Blase erhöht und die Blasenfunktion verbessert. Wichtig ist eine tägliche Trinkmenge von 1500-2000ml möglichst am Morgen und Mittag um den nächtlichen Harndrang zu verringern. Mithilfe eines Miktionskalenders mit Dokumentation der Trink- und Miktionsmengen wird das Trainingserfolg sichtbar.
Medikamente: Bei Hormonmangelbeschwerden sollte eine lokale Östrogentherapie zweimal wöchentlich durchgeführt werden. Zusätzlich können blasenentspannende Medikamente, sogenannte Anticholinergika, eingenommen werden. Diese können als Tabletten (Solifenacin = Vesikur, Darifenacin = Emselex, Toltoidine = Detrusitol usw.) oder in Form eines Pflasters (Oxybutinin = Kentera) angewandt werden. Die Überaktivität der Blasenmuskulatur wird gedämpft und das Blasenvolumen erhöht.
Elektrostimulation: Durch eine in die Scheide eingeführte Sonde werden schwache Stromimpulse freigesetzt, die zu eine Desensibilisierung der überaktiven Blasenmuskulatur führt.
Injektionsbehandlung: Bei schweren Formen der Dranginkontinenz wird im Rahmen einer Blasenspiegelung Botulinumtoxin in die Blasenwandmuskulatur eingespritzt. Somit kommt es zu eine vorübergehende Lähmung bzw. Entspannung der Blasenmuskulatur. Bei sehr extremen Formen kann in seltenen Fällen auch eine Operation mit Denervierung der Blase mit oder ohne Anlage eines elektrischen Blasenschrittmachers notwendig sein.
Treten sowohl die Symptome einer Belastungs- und einer Dranginkontinenz gemeinsam auf dann spricht man von einer Mischinkontinenz. Meistens ist einer der beiden Formen stärker ausgeprägt. Zunächst wird die Störung therapiert die mit konservativen Möglichkeiten behandelt werden kann.
Durch ein mechanischer Hindernis kann sich die Blase nicht richtig entleeren. Bei Frauen sind oft Senkungen der Blase, Scheide und der Gebärmutter die Ursache, die zu einer Verlagerung der Blase führen. Bei Männern führt meist eine vergrößerte Prostata zur Überlaufblase. Dabei kommt es zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Harnträufeln, häufiges Wasserlassen und unvollständige Blasenentleerung mit gehäuften Blasenentzündungen.
Die Blase entleert sich unkontrolliert ohne Harndrang, da die Verschlussfunktion der Harnröhre nicht mehr durch Signale aus dem Gehirn gesteuert wird. Dies ist die Folge von Nervenkrankheiten oder Verletzungen der Wirbelsäule mit Querschnittslähmung.
Bei Harnwegsfisteln kommt es zum Harnträufeln ohne körperliche Belastung, auch im Liegen. Fisteln sind kleine Gänge die die Blase mit der Scheide oder dem Darm verbinden. Sie können auftreten nach Bestrahlung, Voroperationen, schweren Geburtsverletzungen oder Tumoren im kleinen Becken.
In Abhängigkeit der Organsenkung, Alter, weitere Beschwerden wie z.B. eine zusätzliche Stuhlinkontinenz oder Voroperationen bieten wir unterschiedliche Operationsmethoden an. Dazu gehören die gängigen vaginalen Operationen mit vaginaler Entfernung der Gebärmutter und Scheidenfixation mit Beckenbodenrekonstruktion, die abdominale Gebärmutterentfernung mit Scheidenfixation am Steißbein, als auch aktuelle vaginale Operationsmethoden mit Netzeinlagen im Bereich der vorderen oder hinteren Scheide zur Verstärkung des eigenen Gewebes bei erneutem Vorfall.
Wir empfehlen eine ambulante Vorstellung in der Sprechstunde zur Abklärung und Planung der notwendigen Therapie und / oder Operation
Anmeldung:
Telefon 0721/8108-9017
Donnerstag 14.00-16.00 Uhr
Frau Dr. Isabelle Sözgen
Frau Dr. Dorothee Barleon
Der auffällige Abstrich
Liebe Patientin,
Sie wurden über Ihren auffälligen Zellabstrich vom Gebärmutterhals informiert und diese Nachricht verursacht nun Verunsicherung. Deshalb möchten wir Ihnen mit folgenden Informationen gerne weiterhelfen:
Bei einem auffälligen Abstrichbefund handelt es sich in den meisten Fällen eben nicht um eine Krebserkrankung, sondern um deren Vorstufe. Aus dieser kann sich möglicherweise ohne Therapie einmal eine Krebserkrankung entwickeln. Die Entwicklung bis zum Gebärmutterhals-Krebs benötigt durchschnittlich jedoch mehrere Jahre, so dass genügend Zeit besteht, diese Veränderungen in Ruhe zu diagnostizieren. Die Krebs-Vorstufen können dann individuell und im allgemeinen ambulant in einer speziellen Dysplasie-Sprechstunde behandelt werden.
Krebserkrankungen am Gebärmutterhals, in der Scheide und an der Haut der äußeren Scheiden-Dammregion entwickeln sich nahezu ausnahmslos über einen mehrjährigen Zeitraum aus sogenannten Krebs-Vorstufen (Dysplasien). Die meisten dieser Vorstufen bilden sich von ganz alleine zurück. Das Ziel der Krebsfrüherkennung am Gebärmutterhals ist es, jene Vorstufen zu entdecken, die sich nicht zurückbilden und im Verlauf als höhergradig eingestuft werden. Als wesentliche Ursache von Veränderungen des Gebärmutterhalses gilt eine Infektion mit bestimmten Papillomviren (HPV).
Der überwiegend mehrjährige Entwicklungsprozess einer Krebserkrankung bietet durch regelmäßige Früherkennungs-Untersuchungen im Abstand von einem Jahr beste Voraussetzungen, Ihre Vorstufen frühzeitig zu erkennen und vollständig zu heilen. Krebserkrankungen an den unteren Genitalorganen der Frau mit Todesfolge sind damit weitestgehend vermeidbar. Dennoch versterben auch gegenwärtig noch in Deutschland jährlich mehr als 2000 zum Teil sehr junge Frauen an fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs.
Die Krebsvorsorgeuntersuchung ist einschließlich einer notwendigen Gewebeprobenentnahme schmerzfrei und dauert für die Patientin nur wenige Minuten. Eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung auf der Grundlage eines Zelltestes ist Bestandteil der Leistung aller Krankenkassen.
Wir nutzen in unserer speziellen Dysplasiesprechstunde grundsätzlich 4 Möglichkeiten der Diagnostik:
Erst die mikroskopische Untersuchung (Histologie) dieser Gewebeprobe ergibt eine sichere Diagnose über den Schweregrad der Veränderung und ist die Voraussetzung für die Festlegung der endgültigen Therapie. In der Dysplasie-Sprechstunde finden Sie spezialisierte Ärztinnen und Ärzte, welche mit Ihnen Ihre Kolposkopie-, Zytologie-, HPV- und Histologie-Befunde sowie Ihre Diagnose und Therapieempfehlung besprechen.
Eine notwendige Behandlung der Vor- und Frühstadien von Gebärmutterhalskrebs wird - insbesondere bei bestehenden Kinderwunsch - schonend und selbstverständlich mit dem Ziel der vollständigen Heilung durchgeführt.
Bei Ihrer Untersuchung wurden mit Hilfe eines Watteträgers, eines Spatels oder einer Bürste Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses abgestrichen, die in einem Labor gefärbt und unter einem Mikroskop beurteilt wurden. Die Beurteilung dieses sogenannten Papanicolaou-Testes erfolgt in 5 Stufen:
| Stufe | Bedeutung |
| PAP I | Unverdächtiger Befund |
| PAP II | Unverdächtiger Befund |
| PAP III | Zweifelhafter Befund |
| PAP IIID | Krebsvorstufe möglich |
| PAP IVA | Krebsvorstufe wahrscheinlich |
| PAP IVB | Übergang Krebs-Vorstufe in Krebs |
| PAP V | Krebs |
Ein Abstrich-Ergebnis stellt also lediglich eine Verdachtsdiagnose dar, die endgültige Diagnose kann - wie bereits beschrieben - erst mit Hilfe von Kolposkopie, Biopsie und Histologie gestellt werden.
Eine Infektion mit „humanen Papillomaviren“ (HPV) ist häufig und stellt für sich allein keine Gefahrensituation dar. In Deutschland schätzt man die jährliche HPV-Infektionsrate bei Frauen auf ca. 6 Millionen (ca. 14% aller Frauen).
Somit ist die sehr häufige Infektion mit HPV kein Hinweis auf das Vorliegen einer Vorstufe oder des Gebärmutterhalskrebses an sich. Ein Routineuntersuchung auf HPV im Rahmen der Krebsfrüherkennung scheint daher zur Zeit nicht sehr effektiv und verunsichert betroffene Frauen und behandelnde Ärzte gleichermaßen.
Es gilt jedoch nahezu als gesichert, dass sich ein Gebärmutterhalskrebs ohne eine HPV-Infektion nicht entwickeln kann. Zusätzliche Faktoren können unter Umständen eine Krebsentwicklung begünstigen, das betrifft insbesondere das Vorhandensein einer High-Risk-Virengruppe. Deren Nachweis führt nicht zwangsläufig zur Krebsentstehung, das Vorhandensein dieser Viren-Typen aber ist Voraussetzung dafür, dass ein Gebärmutterhalskrebs überhaupt erst entstehen kann.

Herr Dr. med. Dieter Nitsche
Oberarzt
Risikoschwangerensprechstunde
Zweitmeinung
Organdiagnostik
Fehlbildungsausschluss
Amniozentes (Fruchtwasserpunktion)
4-D Ultraschall
Anmeldung:
Telefon: 0721 / 8108 - 9245
Montag:08.00 - 15:30 Uhr
Dienstag: 08:00 - 15:30 Uhr
Freitag:08:00 - 13:00 Uhr
Schwangerenambulanz
Anmeldung über Kreissaal-Aufnahme
Telefonnumer: 0721 / 8108-9245
Schwangerenvorsorge
Pränatale Diagnostik
Täglich mit Überweisungsschein durch den betreuenden Frauenarzt
Die Mehrheit aller Kinder wird gesund geboren. Trotzdem ist es normal, dass werdende Eltern sich Gedanken um die Gesundheit Ihres Kindes machen. Circa 2-4% der Kinder sind von einer Fehlbildung unterschiedlicher Schweregrade betroffen, bei denen allein die Kenntnis eine bessere Geburtsplanung ermöglicht.
Die Grundlage pränataler Diagnostik legte der britische Geburtshelfer Ian Donald 1958 mit der erstmaligen sonografischen Darstellung eines ungeborenen Kindes. Die rasante Entwicklung der Ultraschallgeräte ermöglichte die Erkennung struktureller Fehlbildungen fetaler Organe. Der Ultraschall wurde durch die Entwicklung invasiver Techniken ergänzt. Seit etwa 1966 besteht die Möglichkeit der Entnahme im Fruchtwasser enthaltener kindlicher Zellen.
Im Rahmen der Vorsorge überwacht der behandelnde Frauenarzt den Schwangerschaftsverlauf und erfasst Risiken. Er informiert über die Grenzen der normalen Mutterschaftsvorsorge und erläutert die Möglichkeiten weiterführender Pränataldiagnostik. Spezielle Untersuchungen können veranlasst werden.
Bei nicht-invasiven Ultraschalluntersuchungen bestehen nach heutigem Wissensstand keine Risiken für das Ungeborene und seine Mutter.
Zwischen 11. und 14. Schwangerschaftswoche kann das Ersttrimesterscreening durchgeführt werden. Hierbei wird durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung die Nackentransparenz des Embryos zwischen Haut und darunterliegendem Gewebe gemessen. Ist sie größer als normal, kann dies ein Zeichen für Erkrankungen (Herzfehler/Chromosomenstörung) sein. Zusätzlich wird eine Blutentnahme durchgeführt. Die Ergebnisse werden mit dem Schwangerschaftszeitpunkt und dem Alter der Schwangeren zu einem Gesamtrisiko verrechnet.
Die weiterführende Organdiagnostik (Differenzierungs- oder Organultraschall) zwischen der 20. und 23. Schwangerschaftswoche ist nicht identisch mit den Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der normalen Mutterschaftsvorsorge. Es werden alle darstellbaren kindlichen Organe sowie Profil und Körperumriss, desweiteren Fruchtwassermenge und Mutterkuchen untersucht. Über 80 Prozent aller Herzfehler können durch die fetale Echokardiografie beim Ungeborenen erkannt werden. Eine 3D/4D-Darstellung des Kindes kann bei Notwendigkeit oder auf Wunsch durchgeführt werden. Voraussetzungen für eine weiterführende Organdiagnostik sind ein hoch auflösendes Ultraschallgerät und eine Spezialisierung sowie Erfahrung des Untersuchers. Großen Einfluss auf die Aussagekraft der Untersuchung haben auch die Ultraschallbedingungen (Lage des Kindes, Mutterkuchen, Dichte der Bauchdecke). Durch diese Untersuchung kann ein höchstmöglicher, allerdings nicht 100%iger, Ausschluss einer Erkrankung erfolgen.
Mit Hilfe der Dopplersonografie (ab 18. Schwangerschaftswoche) werden die Durchblutung der Gebärmutter, der Nabelschnur und wichtiger Gefäße des Kindes gemessen. Bestehen Zweifel an einer ungestörten Entwicklung (zum Beispiel bei mütterlichem Bluthochdruck oder Schwangerschaftszucker), können genauere Informationen gewonnen werden als durch alleinige Messung seines Wachstums.
Der Begriff invasive Diagnostik bezeichnet Verfahren, mit deren Hilfe kindliche Zellen zur weiteren Untersuchung gewonnen werden. Hierbei besteht ein (wenn auch bei 0,5 bis 1% sehr geringes) Risiko einer Fehlgeburt.
Ab der 16. Schwangerschaftswoche kann im Rahmen einer Amniozentese durch die Bauchdecke der Schwangeren aus der Fruchtblase Fruchtwasser entnommen werden. Die Amniozentese wird gezielt nach auffälligem Ersttrimesterscreening oder Ultraschallbefund sowie bei weiteren Risiken eingesetzt. Festgestellt werden können unter anderem Chromosomenstörungen, wie z. B. das Down-Syndrom. Das Ergebnis der Untersuchung liegt mittels eines Schnelltestes innerhalb von 24 Stunden vor.
Die etablierte Sprechstunde für Pränatalmedizin der lokalen Frauenkliniken und Praxen (DEGUM Stufe II, entsprechend den strengen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) ermöglicht durch spezielle Ultraschalluntersuchungen die Diagnostik und Behandlung von Entwicklungsstörungen des Ungeborenen. Im Rahmen der Entscheidung zu einer solchen Diagnostik ist es wichtig, in einem persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch herauszufinden, ob eine (insbesondere invasive) Diagnostik richtig und sinnvoll ist. Neben kompetenter Beratung und Behandlung unter Anwendung modernster apparativer Ausstattung wird hier besonderer Wert auf eine individuelle Betreuung gelegt.
In aller Regel kann ein unauffälliger Untersuchungsbefund beruhigen und die bestehenden Ängste nehmen, die ansonsten die Schwangerschaft unnötig belasten würden. Das primäre Ziel der Pränataldiagnostik ist es jedoch, dem ungeborenen Kind bei erkennbaren Auffälligkeiten einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen.
OA Dr. Dieter Nitsche
St. Vincentius-Klinikum/St. Marien-Klinik