Die Refraktion (Brechung) ist die Bestimmung der vorhanden Fehlsichtigkeit bzw. Ermittlung der benötigten (Brillen-) Korrektur. Die Fehlsichtigkeiten (Ammetropien) werden bezeichnet als:
Die Stabsichtigkeit tritt in aller Regel mit der Weit- oder Kurzsichtikeit auf.
Im Laufe des Lebens, ungefähr im Alter von 42 Jahren setzt bei jedem Menschen, sowohl bei Rechtsichtigen als auch bei Fehlsichtigen, die Alterssichtigkeit (Presbyopie) ein. Erkennungsmerkmal dafür sind auftretende und zunehmende Schwierigkeiten beim Lesen.
Kontaktlinsen sind eine hervorragende Alternative oder Erweiterung zur Brille. Im Gegensatz zur Brille sind sie deutlicher kleiner und unauffällig.
Im wesentlichen unterscheidet man zwischen formstabilen (harten) und Hydrogel (weichen) Kontaktlinsen. Beide Arten weisen
Formstabile Linsen sind hervorragend dazu geeignet Hornhautunregelmäßigkeiten wie Keratokoni (Formänderung der Hornhaut) oder unregelmäßge Astigmatismen, wie z.B. Narben der Hornhaut, zu überbrücken.
Die Anpassung unter diesen Voraussetzungen können sich als sehr schwierig erweisen und bedürfen regelmäßiger Kontrollen. Deshalb sollten Sie sich vorallem in diesen Fällen unbedingt an einen Fachmann wenden.
Generell sollten Sie Ihre Kontaklinsen jährlich überprüfen lassen, unabhängig davon ob Sie fromstabile Linsen , konventionelle Hydrogellinsen, Linsen für verlängerte Tragezeiten, Monatslinsen oder gar Tageslinsen tragen. Nur durch regelmäßge Kontrollen können mögliche Veränderung der Hornhaut entdeckt, beurteilt und eventuell notwendige Maßnahen ergriffen werden. Darüber hinaus ist der rechtzeitge Austausch oder Wechsel alter Kontaktlinsen, je nach Tragemodus, gegen neue Linsen unbedingt einzuhalten, um Entzündungen der Augen vorzubeugen. Ebenso bedürfen Kontaktlinsen sorgfältiger Pflege und Hygiene.Außerdem läßt sich dadurch der Tragekomfort steigern.
Die Biometrie ist eine Vermessung der Augen um bestimmte Daten zu erhalten. Diese Daten werden dann zur Berechnung der zu implantierenden Intraokularlinsen verwendet. Mit diesen Ergebnissen und weiteren Aspekten wird dann für jeden Patieten die für ihn passende Linse ausgewählt.
Bei der Catarct (Grauer Starr) ist die Biometrie eine der wesentlichen Untersuchung. Selbstverständlich findet die Biometrie auch in aderen Fällen Anwendung.
Low Vision Sprechstunde
Unter Vergrößernden Sehhilfen versteht man optischen Hilfsmittel, die zur Vergrößerung von Objekten eingesetzt werden. Darunter fallen z.B. Lupen, spezielle Lesebrillen und Bildschrimlesegeräte. Man unterscheidet zwischen reinen optischen und optoelektronischen Hilfsmitteln. Zweitere erreichen eine höherer Vergrößerung und helfen deshalb Menschen, die eine besonders schlechte Sehleistung haben.
Überwiegend werden die Hilsmittel für den Einsatz in der Nähe (Lesen) angepaßt. Für die Ferne können orientierende Hilfen, wie z.B. Handmonokulare (kleine Fernrohre) angeboten werden. Außerdem kann auch das Sehen in Raumentfernung verbessert werden, so dass z.B. das Fernsehen oder gar der Blick in den Garten wieder möglich wird.
Gerade Menschen mit sehr schlechtem Sehvermögen können von der Unterstüzung durch Vergrößernden Sehhilfen profitieren. Die Anpassung dieser Sehhilfen ist sehr aufwendig und zeitintensiv. Gerne können Sie einen Termin für unsere Low Vision Sprechstunde vereinbaren.
Unter dem Begriff Refraktive Chirurgie werden die verschiedener refraktiven Vefahren zusammengefaßt. Sie haben alle gemeinsam dieselbe Zielsetzung, die bestehenden Fehlsichtigkeiten (Ammetropien) zu eleminieren bzw. Zu reduzieren. Welche Methode für den einzelnen Patieten die sinnvollste, beste und schonenste ist, wird nach einer Vielzahl von Untersuchungen gemeinsam mit dem Interessenten und dem Operateur entschieden. Das bekannste Verfahren ist wohl die sogenannte LASIK, eine Methode bei der die Hornhaut mittels eines Lasers (Excimer Laser) moduliert (geformt) wird.
Eine grobe Unterteilung der refraktiven Verfahren läßt sich in zwei Gruppen gliedern. Die eine Gruppe setzt bei der Modulierung der Hornhaut an, bei der anderen Gruppe werden künstliche Intraokularlinsen verwendet und zusätzlich in das Auge implantiert. Je nach Höhe und Art der Fehlsichtigkeit finden die Methoden ihre Anwendung.
Zu den Laserbehandlungen gehören die PRK, die LASIK, die LASEK und die Epi-LASIK, außerdem auch der Femtosekunden Laser.
Wird eine künstliche Intraokularlinse zusätzlich zur eigenen Augenlinse implantiert, spricht man von einer phaken IOL. Bei äußerst hohen Fehlsichtigkeiten kann es durchaus am sinnvollsten sein die eigene Augenlinse durch eine künstliche Linse zu ersetzen. Dieses Verfahren wird als Clear Lens Extraction oder Clear Lens Exchange bezeichnet.

Die häufigste Anwendung finden dennoch die Laserverfahren, dann folgt die Implantation einer zusätzlichen künstlichen IOL, und in ihrer Anzahl relativ gering wird das Verfahren eines Linsenaustausch vorgenommen.
Welche Methode für Sie die sinnvollste darstellt, läßt sich nach einer Voruntersuchung gemeinsam mit dem Operateur ermitteln.
Unsere Zielsetzung ist es für Sie eine bestmögliche Brillen- oder Kontaktlinsenunabhängig zu schaffen.
Voruntersuchung (wichtige Bestandteile):
Ammetropie
Pachymetrie
Hornhauttopogarphie
Biometrie
Orthoptik
Augenhintergrund
Zustimmung des Operateurs (Professor Dr. med. W. E. Lieb)
Ihr Wunsch
Die Kosten für einen Refraktiven Eingriff müssen Sie selber tragen, denn es handelt sich hierbei nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff, sondern um einen kosmetische Variante. Die Voruntersuchung und die Operation werden getrennt berechnet. Bestehten aus medizinischer Sicht Einwände gegen einen Eingriff, kommen keine Kosten auf Sie zu. Entscheiden Sie sich für eine Eingriff, sind der Betrag für die Voruntersuchung bereits im Preis für den Eingriff inkludiert.
Photo Refraktive Keratektomie
Bei diesem Verfahren wird zuerst die oberste Schicht der Hornhaut mechanisch entfernt. Auf der nun darunter freiliegenden Fläche wird die Hornhaut mittels eines Lasers gezielt abgetragen. Diese Methode ist die schmerzvollste.
Laser assisted in situ Keratomileusis
Bei der LASIK wird mittels eines Spezialmessers (Mikrokeratom) ein horizontaler Schnitt durch die vordere Hornhaut gelegt. Die durch den Schnitt entstandene Lamelle (Flap) wird nun sanft zur Seite geschoben, ist aber immer noch mit der Hornhaut verbunden. Von dem darunter freiliegenden, ebene Plateau wird unter Verwendung des Excimer Laser das individuell berechnete Profil zur Korrektur gezielt abgetragen. Nach der Behandlung mit dem Laser wir der Flap wieder zurückgeschoben, geglättet und wieder in seine Ursprungslage gebracht.



Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy
Bei der LASEK entfällt der Schnitt mit dem Spezialmesser. Stattdessen wird die oberste Schicht der Hornhaut durch einen speziellen Alkohol sanft angelöst und vorsichtig zur Seite geschoben. Der Einsatz des Lasers erfolgt wie bei der LASIK. Von dem darunter freiliegenden, ebene Plateau wird unter Verwendung des Excimer Lasers das individuell berechnete Profil zur Korrektur gezielt abgetragen. Nach der Behandlung mit dem Laser wird die angelöste Hornhautoberfläche wieder zurückgeschoben, geglättet und zusätzlich mit einer speziellen Kontaktlinse geschützt.
Die Epi-LASIK ist eine andere Form der LASIK. Alle Schritte werden genauso wie bei der LASIK vorgenommen. Der Unterschied der beiden Verfahren liegt in der Dicke des Flaps. Bei der Epi-Lasik ist die Flapdicke geringer als bei der LASIK. Es wird nur die alleroberste Schicht der Hornhaut geschnitten.
Die Femto-LASIK ist ebenfalls eine andere Form der LASIK. Im Prinzip verlaufen auch hier alle Schritte wie bei der LASIK. Der große Unterschied liegt in der Art des „Schnitts" an der vorderen Hornhaut. Bei der Femto-LASIK wird der „Schnitt" mit einem (Femto-Sekunden) Laser durchgeführt, also ohne mechanische Einwirkung. Nun erfolgen die Schritte wie bei einer LASIK. Die durch den Laser-„Schnitt" präparierte Lamelle (Flap) wird nun sanft zur Seite geschoben, ist aber immer noch mit der Hornhaut durch eine Lamelle verbunden. Von dem darunter freiliegenden, ebene Plateau wird unter Verwendung des Excimer Laser das individuell berechnete Profil zur Korrektur gezielt abgetragen. Nach der Behandlung mit dem Laser wir der Flap wieder zurückgeschoben, geglättet und wieder in seine Ursprungslage gebracht.
Die PTK findet Anwendung bei wiederkehrenden Hornhaut Erosionen des Epithels, bei denen der Einsatz therapeutischer Kontaktlinsen über Wochen ohne bleibenden Erfolg ist.
Ziel dieser Anwendung ist es wieder einen Verbund der obersten Hornhautschichten zu schaffen, so dass keine erneuten Erosionen entstehen.
Bei diesem Verfahren werden die obersten Schichten der Hornhaut mit dem Laser abgetragen und ein „rauer" Untergrund geschaffen, über den das Epithel (regenerativ) wächst und nun die Möglichkeit hat sich wieder anzuhaften. Abschließend wird die Hornhaut zusätzlich durch eine spezielle Kontaktlinse für einige Tage geschützt.
Hierbei handelt es sich in aller Regel um Ringsegmente aus Kunststoff zur Korrektur einer niedrigen Kurzsichtigkeit (Myopie) oder einer geringen Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Ebenfalls kann in manchen wenigen Fällen eine Keratokonus Versorgung möglich sein.
In die Hornhaut bzw. in das Hornhautstroma werden diese Ringsegmente implantiert. Durch das zusätzliche Material in der Hornhaut findet eine Formänderung statt und damit auch eine Brechkraftänderung.
Dieses Verfahren ist nur in einigen Fällen sinnvoll einsetzbar.
Zusätzlich zur Cataract Operation (wie schon anderwärtig beschrieben) ist es bei manchen Patienten sinnvoll den Eingriff zu erweitern. Liegt eine stärkere Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) vor, kann diese nicht mit den Standard Intraokularlinsen (IOL) behoben werden. Eine Standard-IOL korrigiert nur den sphärischen Anteil der benötigten Brechkraft des Auges, der astigmatische Anteil bleibt normalerweise unkorrigiert. Eine Erweiterung der Cataract Operation liegt in der Reduktion des Hornhautastigmatismus. Dieser entfaltet nach einer Grauen Star Operation seine volle Wirkung.
Bei mittleren Astigmatismen erfolgt die Reduktion der Verkrümmung durch spezielle Einschnitte (Inzisionen) am Hornhautrand, die sowohl in ihrer Länge als auch Tiefe genau definiert sind. Dadurch verringert sich die bestehende Verkrümmung.
Liegt ein hoher Astigmatismus vor, wird dieser mit speziellen, torischen Intraokularlinsen behoben. Veranschaulicht beschrieben weisen diese im Prinzip eine zur Hornhaut entgegengesetzte Krümmung auf, ähnlich einem Brillenglas.
Nach vorgenommen Veränderungen der Hornhautform zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten können die konventionellen IOL-Berechnungsmethoden und Formeln nicht mehr angewendet werden. Das resultierende Ergebnis, welches aber nicht das beabsichtigte ist, sei eine Weitsichtigkeit (Hyperopie). Um dies zu vermeiden, müssen spezielle Mehtoden angewendet werden, um den Wert der Veränderungen an der Hornhaut berechnen zu können. Erst mit diesen neuen, korrigierten Daten kann mit Hilfe der IOL-Formeln und Konstanten die benötigte Brechkraft der Intraokularlinsen ermittelt werden.
