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Augenklinik

Topographie und Pachymetrie der Hornhaut

Topographische Vermessung der Hornhaut

Topographische Vermessung der Hornhaut
Topographische Vermessung der Hornhaut

Die Hornhaut (cornea) ist der vorderste Abschnitt des Auges. Sie ist vorgewölbt und weist spezifische Geometrien auf. Um diese geometrische Form der Hornhautvorderfläche in ihrer Gesamtheit zu erfassen bedient man sich der Topographie (Höhenvermessung wie z.B. bei Landkarten).

Die Vorderflächenform kann dabei variieren. Zwei der wichtigsten, und auch allgemein bekanntesten, sind die sphärische und die astigmatische Hornhaut.

Die sphärische Gestalt zeichnet sich dadurch aus, dass das Ergebnis der Topographie eine nahezu einheitliche Falschfarbendarstellung ist. Im Gegensatz dazu erscheint die astigmatische Form als „Propeller", der im wesentlichen durch zwei Farben gekennzeichnet ist.

Sehr gut ist die Topographie zur Erkennung von anomalen oder abnormen Formen der Hornhaut geeignet. Vorallem zur Erkennung eines Keratokonus, auch schon in ganz frühen Stadien, kommt sie zum Einsatz. Sie lässt sich in diesem Fall idealerweise mit einer Hornhautpachymetrie kombinieren.

Astigmatismus = Hornhautverkrümmung

Sphärisch = kugelförmig

Keratokonus = kegelartige Vorwölbung der Hornhaut

(s. auch Bsp. im folgenden)

Die Einsatzbereiche der Hornhauttopographie sind:

  • Cataract-Chirurgie
    In Verbindung mit der Astigmatismusreduktion (LRI)
  • Kontaktlinsenanpassung
  • Keratokonuserkennung
  • Cornealer Astigmatismusbestimmung
  • Refraktiven Chirurgie
    LASIK / LASEK / PRK / phake IOL / CLE / LRI
Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)
Topographie / Typische "Propeller"-Form
Topographie / Typische "Propeller"-Form
Placidoringe / Reflexbild der Placidoringe ist elliptisch, nicht kreisrund
Placidoringe / Reflexbild der Placidoringe ist elliptisch, nicht kreisrund
Keratokonus (kegelförmige Veränderung der Hornhaut)
Topographie / eine einheitliche Oberflächenform, ausgeprägtes lokales Maximum unterer Hemisphäre
Topographie / eine einheitliche Oberflächenform, ausgeprägtes lokales Maximum unterer Hemisphäre
Placidoringe / Reflexbild der Placidoringe ist nach unten verzerrt
Placidoringe / Reflexbild der Placidoringe ist nach unten verzerrt
Dickenbestimmung der Hornhaut (Pachymetrie)

Die Pachymetrie (Dickenmessung) der Hornhaut kann über drei verschiedene Techniken ermittelt werden. Zur Verfügung stehen die Ultraschallmessung, die Messung mittels optischer Kohärenz Tomographie und die Lichtspalttechnik. Erste und letztere finden die häufigste Anwendung. Sie liefern gleichwertige, äußerst präzise Ergebnisse, unterscheiden sich aber in Anwendung und vor allem in den gesammelten Datenmengen.

Daten des Hornhautdickenprofils

  • normale zentrale Hornhautdicke 550µm
  • zur Peripherie hin Dickenzunahme
Beispiel einer etwas dickeren Hornhaut
Beispiel einer etwas dickeren Hornhaut

Einige wichtige Einsatzgebiete:

  • Refraktive Chirurgie
    LASIK / LASEK / PRK / phake IOL
  • Crossliniking (Hornhautquervernetzung)
  • Astigmatismusreduktion (LRI)
  • Keratokonuserkennung
  • Endotheldystrophie
  • Glaukomdiagnostik
Beispiel: Hornhaut nach LASIK. Bewußte zentrale Profiländerung.
Beispiel: Hornhaut nach LASIK. Bewußte zentrale Profiländerung.

Der Hauptteil unserer Messungen wird unter Verwendung der Lichtspalttechnik gemacht. Hierzu verwenden wir die Pentacam, die eine Vielzahl von Lichtspaltaufnahmen macht, so dass man eine komplette Übersicht über die Hornhaut erhält. Zusätzlich werden noch vielfältige, weitere, wertvolle Daten gesammelt, wie z.B. die

  • Topographie der Vorder- und Rückfläche der Hornhaut
  • Vorderkammertiefe bzw. Kammerwinkel
  • Densitometrie (Dichtemessung)
  • Tomographie der vorderen Augenabschnitte