
Die Hornhaut (cornea) ist der vorderste Abschnitt des Auges. Sie ist vorgewölbt und weist spezifische Geometrien auf. Um diese geometrische Form der Hornhautvorderfläche in ihrer Gesamtheit zu erfassen bedient man sich der Topographie (Höhenvermessung wie z.B. bei Landkarten).
Die Vorderflächenform kann dabei variieren. Zwei der wichtigsten, und auch allgemein bekanntesten, sind die sphärische und die astigmatische Hornhaut.
Die sphärische Gestalt zeichnet sich dadurch aus, dass das Ergebnis der Topographie eine nahezu einheitliche Falschfarbendarstellung ist. Im Gegensatz dazu erscheint die astigmatische Form als „Propeller", der im wesentlichen durch zwei Farben gekennzeichnet ist.
Sehr gut ist die Topographie zur Erkennung von anomalen oder abnormen Formen der Hornhaut geeignet. Vorallem zur Erkennung eines Keratokonus, auch schon in ganz frühen Stadien, kommt sie zum Einsatz. Sie lässt sich in diesem Fall idealerweise mit einer Hornhautpachymetrie kombinieren.
Astigmatismus = Hornhautverkrümmung
Sphärisch = kugelförmig
Keratokonus = kegelartige Vorwölbung der Hornhaut
(s. auch Bsp. im folgenden)
Die Einsatzbereiche der Hornhauttopographie sind:




Die Pachymetrie (Dickenmessung) der Hornhaut kann über drei verschiedene Techniken ermittelt werden. Zur Verfügung stehen die Ultraschallmessung, die Messung mittels optischer Kohärenz Tomographie und die Lichtspalttechnik. Erste und letztere finden die häufigste Anwendung. Sie liefern gleichwertige, äußerst präzise Ergebnisse, unterscheiden sich aber in Anwendung und vor allem in den gesammelten Datenmengen.
Daten des Hornhautdickenprofils

Einige wichtige Einsatzgebiete:

Der Hauptteil unserer Messungen wird unter Verwendung der Lichtspalttechnik gemacht. Hierzu verwenden wir die Pentacam, die eine Vielzahl von Lichtspaltaufnahmen macht, so dass man eine komplette Übersicht über die Hornhaut erhält. Zusätzlich werden noch vielfältige, weitere, wertvolle Daten gesammelt, wie z.B. die