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Augenklinik

Cystoides Makulaödem

Was ist ein cystoides Makulaödem?

Das cystoide Makulaödem, auch als CME bezeichnet, ist eine Erkrankung der Netzhaut. Das heisst der Lichtrezeptoren, welche die Augenhinterwand ausgleiden. Die Netzhaut wandelt Lichtstrahlen in Licht in Signale um, welche über den Sehnerven ins Gehirn geleitet werden und als Bilder wahrgenommen werden.
Cystoides Makulaödem ist das Vorhandensein von multiplen flüssigkeitsgefüllten, kleinen Cysten im Bereich der Makula. Die Makula ist der zentrale Teil der Netzhaut welche für die zentrale Sehschärfe verantwortlich ist.

Was sind die Symptome des cystoiden Makulaödems?

Die häufigsten Symptome des cystoiden Makulaödems sind Verschwommen- oder Verzerrtsehen. Das periphere Sehen ist nicht beeinträchtigt. Andere Symptome können sein  Farbveränderungen oder
Schleierwahrnehmung. Der Augenarzt kann ein cystoides Makulaödem nach einer sorgfältigen Augenuntersuchung feststellen, ggf. sind Spezialuntersuchungen die sogenannte Fluoreszenzangiographie oder eine optische Karenztomographie (OCT) erforderlich.

Was ruft ein cystoides Makulaödem hervor?

Obwohl die genauen Gründe des cystoiden Makulaödems nicht bekannt sind, ist es häufig assoziiert mit

  • Netzhaut-Venenverschluß
  • Uveitis (Entzündung der Aderhaut, der äußersten Schicht des Auges)
  • Diabetes
  • Zustand nach Augenoperationen
  • Augenverletzungen oder
  • Medikamenten-Nebenwirkungen

Am häufigsten entsteht das cystoide Makulaödem nach der Operation des Grauen Stars. Bis zu 3% aller Cataract Operationen haben eine Visusveränderung durch cystoides Makulaödem, üblicherweise innerhalb weniger Monate nach der Operation. Wenn ein cystoides Makulaödem in einem Auge entsteht, besteht ein erhöhtes Risiko (bis zu 50%) das es auch am anderen Auge entstehen wird. Die Behandlung besteht in der Applikation von cortisonhaltigen Augentropfen ggf. systemischen Carboanhydrasehemmern (Diamox® bzw. Glaupax®) Tabletten), sowie lokalen Injektionen. Tritt keine Besserung ein kann eine Injektion in den Glaskörper (intravitreale Injektion) von Triamcinolon (Volon A bzw. Avastin erfolgen.