Historie der Augenklinik: www.vincentius-kliniken.de

Augenklinik

Historie

Historische Entwicklung der Augenklinik der St. Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe

Die Geschichte der Augenklinik der St. Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe beginnt im Jahre 1892. Hier erhalten sie einen kurzen Überblick von den Anfängen bis heute.

Chefärzte:

  •    Dr. Gelpke (1892-1906)
  •    Prof. Baas (1906-1935)
  •    Prof. Baurmann (1935-1960)
  •    Prof. Glees (1961-1963)
  •    Prof. Seitz (1963-1982)
  •    Prof. Rentsch (1983-2003)
  •    Prof. Lieb (seit 2003)

Die Augenklinik unter Dr. Gelpke (1892-1906):
1892 vierzig Jahre nach der Gründung des St. Vincentius-Vereins Karlsruhe wurde unter der Leitung von Herrn Dr. Thomas Gelpke eine augenärztliche Station geschaffen.
1901 wurde eine selbständige Augenabteilung mit 32 Betten und zwei augenärztlichen Assistenten eingerichtet.

Die Augenklinik unter Prof. Baas (1906-1935):
1906 übernahm Prof. Dr. Karl Baas die Leitung der Augenklinik. Unter seinem Direktorium erfuhr die Augenheilkunde innerhalb der St.-Vincentius-Krankenhäuser eine wesentliche Ausweitung. Diese basierte neben der ärztlichen Persönlichkeit von Prof. Dr. Baas nicht zuletzt auf der während des Ersten Weltkrieges erfolgten Umfunktionierung der Klinik zu einem Speziallazarett für Augenerkrankungen und –verwundungen. So war es naheliegend, dass auch in den Nachkriegsjahren diese Klinik als vielfrequentierte Einrichtung für Verwundungs- und Verletzungsfolgen der Augen ihre Bedeutung beibehielt.

Die Augenklinik unter Prof. Baurmann (1935-1960):
1935 übernahm Prof. Dr. Max Baurmann die Leitung der Augenklinik. Unter seinem Direktorium erfolgte ihr Ausbau auf 80 Betten. Prof. Dr. Baurmann habilitierte an der Universitäts-Augenklinik Göttingen. Er war bekannt als ein hervorragender und fortschrittlich orientierter Operateur. So führte er bereits in den 30er Jahren eine große Anzahl von Hornhautübertragungen durch und operierte schon frühzeitig den grauen Star intrakapsulär. Seine wissenschaftliche Tätigkeit erstreckte sich über damals grundlegende Arbeiten wie beispielsweise die Erforschung der Glaskörperstruktur, Untersuchungen zum intraokularen Flüssigkeitsstoffwechsel, Blutdruckmessungen an den Gefäßen des Auges und Untersuchungen über die Beziehungen zwischen Netzhautablösung und Glaukom.
Während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) wurde die Augenklinik wiederum als Lazarett belegt. Das bei Kriegsende nahezu völlig zerstörte Krankenhaus wurde 1945/50 unter Prof. Baurmann wieder modernisiert aufgebaut; die Augenklinik umfasste anschließend unverändert 80 Betten. Es ist wohl als eine besondere Fügung anzusehen, dass dieser unermüdlich sich einsetzende Arzt im Jahre 1960 am Ende einer Operation im Operationssaal der Klinik verstarb.

Die Augenklinik unter Prof. Glees (1961-1963):
1961 übernahm Prof. Dr. Mathias Glees für die Dauer von zwei Jahren die Klinik. Er wechselte 1963 an die Augenklinik des Kölner Krankenhauses Hohenlind.

Die Augenklinik unter Prof. Seitz (1963-1982):
1963 wurde Prof. Dr. Rudolf Seitz zur Führung der Klinik berufen. Er erhielt seine Ausbildung an der Universitäts-Augenklinik Tübingen bei Prof. Dr. Wolfgang Stock und Prof. Dr. Heinrich Harms, wo er habilitierte und bis dahin als Oberarzt tätig war.
Unter seiner Leitung erfolgte noch 1963 die Einrichtung einer Sehschule. Mit der Verlegung der Augenklinik in das neu erbaute Klinikum in der Steinhäuserstraße im Juni 1973 wurde die Klinik dann vom Baulichen und Funktionsmäßigen zu einer der modernsten Augenkliniken in Deutschland.

Die Augenklinik unter Prof. Rentsch (1983-2003):
1983 übernahm Prof. Dr. Friedrich Rentsch die Leitung der Klinik. Durch die hoch angesehenen Lehrer Prof. Harms und Prof. Wessing hatte Herr Prof. Rentsch an der Universitäts-Augenklinik in Tübingen sowohl als Mikrochirurg für die vorderen Augenabschnitte als auch als Netzhaut- und Glaskörperchirurg eine hervorragende Ausbildung erhalten. Danach war Prof. Rentsch sechs Jahre als Leitender Oberarzt an der Universitäts-Augenklinik in Mannheim tätig.
1994 wurden unter seiner Leitung zwei weitere Operationssäle geschaffen und ausgerüstet, so dass die Augenklinik über vier voll ausgerüstete aseptische Operationssäle und einen Notfall-Op verfügt. Dadurch konnte die Operationskapazität, die 1993 an ihre räumliche Grenzen gestoßen war, noch weiter gesteigert werden.

Die Augenklinik unter Prof. Lieb seit 2003:
2003
übernahm Prof. Dr. Wolfgang E. Lieb mit den Schwerpunkten Netzhaut-, Glaukom- und Orbitachirurgie die Leitung der Klinik. Er begann seine Ausbildung an der Universitäts-Augenklinik Mainz unter Prof. Dr. A. Nover. Seine wissenschaftliche Karriere setze er nach Erhalt eines DFG-Stipendiums für ein Fellowship im Bereich Ophthalmologische Onkologie bei Jerry A. Shields MD und Larry A. Donoso MD, PhD, Wills Eye Hospital, Philadelphia, USA fort. Es folgte der Aufbau eines Gefäßdiagnostischen Labors am Wills Eye Hospital mit Robert C. Sergott MD, sowie die Etablierung der Technik und systematische Untersuchungen der okulären und orbitalen Hämodynamik mittels farbkodierter Duplex-Sonographie. Danach war Prof. Lieb als Oberarzt an der Universitäts-Augenklinik, Mainz tätig. Nach seiner Habilitation war er als Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Klinikdirektors (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. F. Grehn) an der Augenklinik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg tätig.

Die Entwicklung der Augenheilkunde war in den vergangenen 20 Jahren durch ein atemberaubendes Tempo gekennzeichnet. Die Operation des „grauen Stars“ (Katarakt) wurde zur häufigsten Operation auf der Welt. Die getrübte Linse wird durch immer kleinere Schnitte abgesaugt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Inzwischen gibt es Kunstlinsen aus unterschiedlichsten Materialien und mit unterschiedlicher Brechkraft für Fern- und Nahsicht. Für eine renommierte Augenklinik ist es selbstverständlich, dass das Material und Design einer Kunstlinse so beschaffen sein muss, dass sie ein Leben lang hält. Mit Sorgfalt werden daher nur sichere Linsen ausgewählt und in einem großen Linsenlager vorrätig gehalten. Ein erheblicher Bestand an technisch ausgereiften, aber auch hoch empfindlichen und teuren Geräten muss vorgehalten werden, um die moderne Katarakt-Operation sicher und zielgenau durchzuführen.